Überraschender Zusammenhang: Brauchst du Mut? Beiss in eine Zitrone!
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Überraschender ZusammenhangBrauchst du Mut? Beiss in eine Zitrone!

Das Beissen in eine Zitrone soll einer Volksweisheit zufolge fröhlich stimmen. Doch eine neue Studie kommt zu einem anderen Schluss.

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Dass sauer nicht lustig macht, wissen all jene, die schon einmal herzhaft in eine Zitrone gebissen haben.

Dass sauer nicht lustig macht, wissen all jene, die schon einmal herzhaft in eine Zitrone gebissen haben.

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Doch die Säure der Frucht bewirkt trotzdem etwas, wie britische Forscher in den «Scientific Reports» berichten: ...

Doch die Säure der Frucht bewirkt trotzdem etwas, wie britische Forscher in den «Scientific Reports» berichten: ...

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Sie macht risikofreudiger.

Sie macht risikofreudiger.

iStock/Zapatisthack

Sie kämen nie auf die Idee, hoch in den Bergen auf einem Seil zu tanzen? Auch sich an einem Bungeeseil in die Tiefe zu stürzen, ist so gar nicht Ihres? Sagen Sie das nicht zu laut. Denn gemäss britischen Forschern kann sich Ihre Haltung rasch ändern.

Alles, was es dafür braucht, ist ein säurehaltiges Getränk, schreibt das Team um Chi Thanh Vi von der University of Sussex in den «Scientific Reports».

Trinken und pumpen

Die Forscher hatten den Probanden ihrer Studie zunächst ein Getränk mit einem der fünf Geschmacksrichtungen süss, sauer, salzig, bitter und umami serviert.

Anschliessend liessen die Wissenschaftler die Probanden zu einem Computerspiel antreten. In diesem galt es, mittels Mausklicks einen Luftballon aufzupumpen. Dem Gewinner winkte ein Geldgewinn, der sich mit zunehmender Grösse des Ballons erhöhte. Platzte dieser aber, ging man leer aus (siehe Video unten).

Süsses bewirkt das Gegenteil

Die abschliessende Analyse zeigte, dass diejenigen Teilnehmer, die zuvor die Lösung mit Zitronensäure getrunken hatten, am wagemutigsten vorgingen: Sie klickten durchschnittlich 40-mal mit der Maus. Die Probanden, die eine nicht-saure Flüssigkeit erhalten hatten, klickten im Schnitt nur 20- bis 30-mal.

Am zaghaftesten gingen jene vor, die vor dem Spielen etwas Süsses oder eine Umami-Lösung konsumiert hatten, teilt die Hochschule mit. Die Forscher gehen sogar so weit, zu sagen, dass diese beiden Geschmacksrichtungen die Teilnehmer von riskanten Entscheidungen abhielten.

Woher die Unterschiede rühren, ist unklar, so Vi: «Wir können noch nicht genau sagen, was im Gehirn passiert, das diese Art von Verhalten steuert.» Dem wollen er und seine Kollegen nun in weiteren Untersuchungen nachgehen.

Wer Zitronensaft trinkt, trifft danach eher riskante Entscheidungen. (Video: Youtube / University of Sussex – Communications and External Affairs)

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