Forschung: Brauchts das Hörgerät bald nicht mehr?
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ForschungBrauchts das Hörgerät bald nicht mehr?

Wissenschaftler der Universität Frankfurt entwickelten Stammzellen, die das Tragen eines Hörgeräts zukünftig überflüssig machen könnten.

Stammzelle statt Hörgerät: so könnte die Zukunft aussehen. (Bild: Colourbox)

Stammzelle statt Hörgerät: so könnte die Zukunft aussehen. (Bild: Colourbox)

Die neu entwickelten Zellen sind in ihrer Funktion den Haarzellen im Ohr sehr ähnlich, wie die Universität Frankfurt am Donnerstag mitteilte. Rund 15 000 solcher Zellen an der Innenohrschnecke sind wichtig fürs Hören. Diese Zellen leiten Vibrationen als akustische Signale zum Gehirn weiter.

Sind die nicht regenerierbaren Zellen etwa wegen Lärm, Medikamenten oder im Laufe des Lebens zerstört, kommt es zum Hörverlust. Die Versuche gelangen den Forschern bei Mäusen, wie sie im Fachmagazin «Cell» berichten. Bis zum Einsatz beim Menschen sei noch viel Arbeit nötig.

Langfristig möchten die Wissenschaftler aber tausende dieser Haarzellen künstlich aus Stammzellen erzeugen und neue Therapien gegen Taubheit entwickeln. «Das wäre ein Durchbruch auf dem Weg zur Wiedererlangung des natürlichen menschlichen Hörvermögens, nicht zu vergleichen mit künstlichen Hilfen wie Hörgeräten und Prothesen, schreiben sie.

(sda)

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