Waadtland: Braunbär bricht aus Zoogehege aus

Aktualisiert

WaadtlandBraunbär bricht aus Zoogehege aus

Weil die Tür zum Gehege nicht korrekt verschlossen war, gelang Bär Martin die Flucht. Das Zoopersonal konnte ihn jedoch wieder einfangen.

von
dia/nsa
Bär Martin geriet nicht in Panik und liess sich wieder eingefangen.

Bär Martin geriet nicht in Panik und liess sich wieder eingefangen.

Panik im Zoo von Servion VD. Wie 20 Minutes berichtet, ist am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr ein Braunbär ausgebrochen. Eine Tür beim Gehege war offenbar nicht richtig verschlossen.

«Eine Hintertür zu einem für das Publikum nicht zugänglichen Teil war schlecht geschlossen», erklärte Zoodirektor Roland Bulliard am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Von dort habe der Bär durch das Servicetor, das kurz für die Tierfütterung offenstand, in die Freiheit hinaus spazieren können. «Glücklicherweise ist er dort geblieben. Er war ein wenig unsicher, aber als er von einem Wärter gerufen wurde, ist er in dessen Richtung getrottet», erzählte der Direktor.

«Das Personal hat uns aufgefordert, uns im Restaurant zu verstecken», sagte ein Zoobesucher. «Wir haben dort eine Stunde gewartet.» Glücklicherweise sei aber nichts passiert.

Der Zoo konnte bereits Entwarnung geben. «Das Tier kennt glücklicherweise das Zoopersonal gut und geriet nicht in Panik. Es war leicht, den Bären wieder in sein Gehege zu bringen», bestätigte Zoodirektor Roland Bulliard.

Angst sollte man nicht zeigen

«Wer in der Wildtierhaltung eine hundertprozentige Sicherheit haben möchte, hat nur eine Möglichkeit: Keine Wildtiere zu halten», sagt Bernd Schildger, Direktor des Tierpark Dählhölzli in Bern. Eine 100-prozentige Sicherheit könne man schlichtweg nicht garantieren.

Wirklich gefährlich sei ein ausgebrochener Bär vor allem, wenn man falsch reagiert. «Flüchtige Tiere sind zuerst mal irritiert von ihrer Umwelt. Das Wichtigste ist, dass man sich ihnen gegenüber ruhig verhält und sie nicht verängstigt.»

Eine Forderung nach mehr Sicherheit in den Raubtiergehegen hält er für übertrieben. «Wer vergisst, eine Tür zu schliessen, wird das auch bei zwei Türen machen.»

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