Engadin: Braunbär reisst das fünfte Schaf
Aktualisiert

EngadinBraunbär reisst das fünfte Schaf

Der in Graubünden eingewanderte Braunbär hat wieder zugeschlagen. In der Nacht auf Mittwoch tötete er ein Schaf im Unterengadiner Seitental Val d'Uina bei Sent.

Wildhüter hätten am Mittwochnachmittag eindeutig bestätigt, dass es sich beim Verursacher des Risses um einen Bären handle, teilte das Bündner Amt für Jagd und Fischerei mit. Was den mutmasslichen Täter anbelangt, gab sich das Amt vorsichtig. Ob es sich um das gleiche Individuum handle, das am Montagabend vier Schafe im Val Plavna bei Tarasp gerissen habe, sei derzeit nicht bekannt.

Das Schaf, das im Val d'Uina getötet wurde, befand sich in einer Herde mit rund einem Dutzend Tieren, die entlang der Talstrasse eingezäunt waren, wie Wildbiologe Hannes Jenny auf Anfrage der SDA sagte.

Der unbekannte und aus dem Südtirol eingewanderte Bär hat innerhalb knapp einer Woche fünf Schafe gerissen. Das Raubtier war am Donnerstag letzter Woche erstmals im Münstertal von einem Kantonspolizisten auf 170 Meter Entfernung beobachtet worden. (sda)

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