Aktualisiert 14.06.2008 13:37

NATURBraunbärin in See ertrunken

Im Südtirol ist eine zweijährige Braunbärin in einem See etrunken, nachdem sie von Wildhüter betäubt wurde. Wahrscheinlich handelt es sich um die Schwester der erlegten Bären «JJ3» und «Bruno».

Die 90 Kilogramm schwere Bärin habe bei Trient im Müll eines Hotels nach Essensresten gesucht, als Wildhüter ihr eine Betäubungsspritze versetzten.

Ziel war es, dem Tier ein Halsband samt Sender zu verpassen, um es künftig besser überwachen zu können. Die Bärin flüchtete jedoch nach dem Einstich völlig verschreckt in Richtung des Malfeinsees (Molvenosee).

Wahrscheinlich sei sie nach dem Einsetzen der Betäubung in den See gefallen, berichtete die italienische Tageszeitung «La Repubblica» am Samstag.

Wahrscheinlich gleiche Familie

Wenig später fanden die Wildhüter das ertrunkene Tier in der Nähe des Ufers. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Bärin eine Schwester von «JJ3» und von «Bruno» gewesen sei, hiess es. Eine von den Behörden angeordnete genetische Untersuchung soll nun Gewissheit bringen.

Bär «Bruno» war im Juni 2006 nach einer wochenlangen Odyssee durch Bayern und Österreich erschossen worden. Sein Bruder «JJ3» wurde im April in Mittelbünden von der Bündner Wildhut erlegt. Zuvor war das Tier als Risikobär eingestuft worden.

(sda)

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