Aktualisiert

Gurten Festival«Braune Suppe» am Berner Hausberg

Das 26. Gurtenfestival steht unter keinem guten Stern, wohl eher unter nassen Wolken. Der Boden unter den Füssen der Festivalbesucher hat sich längst in eine stinkende, schlammige, rutschige und braune Suppe verwandelt. Doch die wahren Gurtenfans lassen sich vom garstigen Wetter nicht vom Feiern abhalten.

von
pat

Freitagnacht erreichte die Festivalstimmung ihren Tiefpunkt: Wir sind nur noch «halbläbig», so Gurten-Fan Adrian gegenüber 20 Minuten Online, «In der Nacht war es eiskalt, maximal 10 Grad.» Die Leute, die auf dem schlammigen, stinkenden Hügel ausharrten, hielten sich laut Adrian mit einer bewährten Methode wach: Alkohol. «Der Boden ist nur noch eine braune Suppe».

Horror und Hölle

Sibylle Bosshart, die auf dem Gurtenfestival an einer Bar arbeitet, hat ein Wort für das was sich gestern Nacht und heute früh am Gurten abspielte: «Es ist der Horror! Es stinkt grauslich und es ist kalt.» Sie selbst muss sich trotz mehreren Schichten einen zusätzlichen Pulli kaufen, so kalt sei es. Bei der Waldbühne könne man ohne Gummistiefel kaum noch gehen. Findige Standbesitzer verkaufen die Stiefel für 45 Franken das Paar und finden damit reissenden Absatz. «Ohne Gummistiefel geht es nicht», meint auch Festival-Besucher Joel. Ohne wirds sehr dreckig, sehr rutschig und sehr feucht.

Viel weniger Leute

Am Stand merkt man schon, dass es weniger Leute hat als normalerweise: «Wir verkaufen viel weniger», so Barfrau Bosshart. Joel bestätigt: «Nach den Hauptkonzerten sind viele nach Hause gegangen. Kaum jemand ist auf dem Gurten geblieben. Es ist brutal, eiskalt, windig und es regnet. Kurz: Es ist die Hölle!» Auch laut Adrian, seit Jahren Gurten-Gänger, hatte es am Hauptkonzert am Freitagabend des Rappers Stress viel weniger Leute als sonst. «Maximal 8000», schätzt er.

Hoffnung kommt auf

Doch da am Samstagnachmittag ein Silberstreif am Horizont: Die Sonne scheint. Ein «leichtes Stimmungshoch» für Joel. Auch Adrian gibt sich optimistisch und fasst die Stimmung am Berner Hausberg zusammen: «Der Schnaps ist eingekauft und wir kämpfen weiter.»

Ob mit Wollpulli, tanzend oder im Schlamm wühlend: Schicken Sie uns Ihre Stimmungsbilder vom Gurtenfestival 2009!

So einfach gehts:

MMS mit dem Stichwort REPORTER und Ihrem Text an die Nummer 2020, Orange-Kunden an die Nummer 079 375 87 39 (70 Rappen pro MMS). Oder mailen Sie es an .

Auch via iPhone und Web-Upload können Sie die Beiträge schicken. Wie es geht, erfahren Sie .

Für einen Abdruck in der Zeitung erhalten Sie bis zu 100 CHF.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.