Aktualisiert 26.07.2011 19:01

Aussagen über «Zellen»

Breivik stellt Forderungen für Informationen

Attentäter Anders Behring Breivik will der Polizei mehr über seine angeblichen Mittäter erzählen. Allerdings sind diese Informationen nicht gratis.

Der inhaftierte norwegische Attentäter Anders Behring Breivik stellt für Aussagen über angebliche Mittäter Forderungen an die Polizei.

«Es waren verschiedene Forderungen. Einige dieser Forderungen konnten wir ganz unmöglich erfüllen», sagte der Sprecher der Osloer Kriminalpolizei, Pål Hjort Kraby, am Dienstagabend in der Online- Ausgabe der Zeitung «Verdens Gang».

Breivik hatte bei seinen Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utöya am Freitag mindestens 76 Menschen getötet. Bei Polizeiverhören und vor dem Haftrichter behauptete er, dass es zwei «Zellen» mit Gleichgesinnten gebe, mit denen er zusammengewirkt habe.

Zugang zum «Manifest»

Nach unbestätigten Medienangaben soll der geständige Attentäter unter anderem Zugang zu einem eigenen Computer mit dem von ihm verfassten, 1500 Seiten umfassenden «Manifest» sowie dem Online- Lexikon Wikipedia verlangt haben.

Nach Krabys Angaben stellte der an einem geheimen Ort in Untersuchungshaft einsitzende Attentäter auch Forderungen zum Essen. Der zuständige Haftrichter hatte am Montag acht Wochen Untersuchungshaft verhängt, davon die ersten vier Wochen mit völliger Kontaktsperre abgesehen vom Verteidiger und der Polizei. (sda)

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