Attentäter von Oslo: Breivik tritt für eine PS3 in den Hungerstreik
Aktualisiert

Attentäter von OsloBreivik tritt für eine PS3 in den Hungerstreik

Neues Kapitel um den norwegischen Massenmörder Anders Breivik. Er verlangt in einem Brief eine neue Playstation, einen Computer und mehr Taschengeld. Ansonsten werde er hungern.

von
dia

Seine Haftbedingungen seien wie «Folter», schreibt Anders Behring Breivik. Der norwegische Attentäter fordert in einem Brief, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, bessere Haftbedingungen, sonst trete er in den Hungerstreik. Konkret stört sich Breivik daran, dass er seine Briefe auf einer Schreibmaschine statt auf einem Computer schreiben muss. Auch sei seine Playstation veraltet.

Konkret will Breivik, dass er anstatt einer Schreibmaschine, einen Computer benutzen könne. Ebenfalls soll seine Playstation 2 durch eine modernere Playstation 3 ersetzt werden. Mit der neuen Konsole will der Norweger «Spiele für Erwachsene spielen, die ich mir selber aussuchen kann», heisst es in dem Brief. Ebenfalls verlangt er das doppelte Taschengeld (aktuell rund 45 Franken pro Woche), damit er die Portokosten für seinen Briefverkehr bezahlen kann.

«Schlechter als ein Tier behandelt»

Seit 2011 sitzt der verurteilte Massenmörder in Einzelhaft. Darum brauche er ein besseres «Beschäftigungsangebot» als andere Häftlinge. Falls seine Forderungen nicht umgesetzt würden, plant Breivik einen Hungerstreik. Er werde erst wieder essen, wenn der norwegische Justizminister und die Chefin der Strafvollzugsbehörden ihn nicht mehr «schlechter als ein Tier behandeln», schreibt der Attentäter weiter.

Breivik hatte im Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utöya insgesamt 77 Menschen getötet (siehe Diashow). Rund ein Jahr später verurteilte ihn das Gericht zur Höchststrafe von 21 Jahren mit möglicher Verlängerung.

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