Brennende US-Flaggen in Sydney
Aktualisiert

Brennende US-Flaggen in Sydney

Am Rande des APEC-Gipfels haben Tausende gegen US-Präsident George W. Bush und die Irak-Politik der USA protestiert.

Laut Polizei gingen mehr als 5000 Demonstranten gingen in Sydney auf die Strassen.

Die Organisatoren dagegen sprachen von etwa 10 000 Kundgebungsteilnehmern. Der Protest sei bis auf kleinere Zwischenfälle friedlich verlaufen, hiess es bei der Polizei. Zwei Polizisten seien verletzt und drei Demonstranten festgenommen worden.

Die Staats- und Regierungschefs des Asien-Pazifik-Forums (APEC) kamen am Samstag zu ihrem Gipfeltreffen in Sydney zusammen. Dieses dauert bis Sonntag. Wichtigste Themen sind der globale Klimaschutz und der Welthandel. Unter anderem soll eine gemeinsame Erklärung der 21 APEC-Staaten zum Klimawandel unterzeichnet werden.

Wie Diplomaten am Rande des Gipfels mitteilten, enthält das sechsseitige Dokument keine bindenden Klimaschutzziele. Es erwähnt lediglich das «Bestreben» der APEC-Staaten, die Energieintensität bis 2030 um 25 Prozent zu senken. Die Energieintensität setzt den Energieverbrauch in Bezug zum Bruttosozialprodukt.

Die Erklärung bekräftigt den Angaben zufolge ebenfalls, dass die UNO der Hauptort für weitere Verhandlungen über den Klimaschutz bleiben solle. Der Einigung sei ein heftiges Tauziehen zwischen Industrienationen und aufstrebenen Schwellenländern vorausgegangen, hiess es weiter.

Der Gipfel findet unter aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen statt: Eine mehr als fünf Kilometer lange Mauer riegelt den Tagungsort ab. Rund 5000 Polizisten und Spezialkräfte sollen für Sicherheit sorgen.

(sda)

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