Österreich: Brennender Geisterzug raste auf Salzburg zu

Aktualisiert

ÖsterreichBrennender Geisterzug raste auf Salzburg zu

Glück im Unglück: Erst 180 Meter vor der Grenze zu Salzburg endete die Geisterfahrt einer brennenden, führerlosen Lok. 

von
Florian Osterwalder

Darum gehts

  • Salzburg entging heute knapp einer Katastrophe.

  • Ein brennender Bauzug raste führerlos auf die österreichische Stadt zu.

  • Durch geschickte Weichenstellung konnte sie jedoch früh genug gestoppt werden. 

Als die ÖBB pünktlich um 6.30 Uhr bekannt gaben, dass derzeit zwischen Salzburg und Freilassing kein Zugverkehr möglich ist, war das in erster Linie für viele Pendler und Reisende ärgerlich. Immerhin verläuft hier auch die Weststrecke, die Tirol und Vorarlberg mit dem Rest Österreichs verbindet, wie Heute.at schreibt. Grund sei «eine technische Störung in einem Nachbarland». Wie knapp man an einer Katastrophe vorbeischrammte, sollten erst die wenig später folgenden Berichte der Feuerwehren zeigen.

So schreibt die Freiwillige Feuerwehr in Freilassing auf Facebook, dass es um kurz vor drei Uhr früh eine Alarmierung zu einer brennenden Lokomotive gegeben habe. Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte habe sich die brennende unbesetzte Lok selbstständig in Richtung Freilassing in Bewegung gesetzt. So hätten  die Feuerwehrmänner unverzüglich die «Verfolgung» des Geisterzugs aufnehmen müssen.

Durch Weichenstellung Unglück verhindert

Der bereits eingetroffene Notfallmanager der Deutschen Bahn habe umgehend reagiert und intern eine Meldung abgesetzt, dass ein unkontrolliertes Schienenfahrzeug Richtung Bahnhof Freilassing unterwegs sei. Eine brennende, führerlose, in Richtung Salzburg rasende Bahnbaumaschine zu stoppen, ist aber denkbar schwierig.

Glücklicherweise konnte sie durch geschickte Weichenstellung auf ein Abstellgleis des Freilassinger Bahnhofs, der auch von den ÖBB mitbetrieben wird, umgeleitet werden. Dort prallte die Lok gegen einen Prellbock. Verletzte gab es glücklicherweise nicht zu beklagen. Der Sachschaden ist enorm, er wird von Fachleuten auf acht bis neun Millionen Euro geschätzt. 

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