Brennender Walfänger - Schlagseite behoben
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Brennender Walfänger - Schlagseite behoben

Auf dem in der Antarktis in Brand geratenen japanischen Walfängerboot wüten auch nach mehr als 30 Stunden noch Flammen. Der Rumpf-Crew, die an Bord geblieben war, gelang es aber, das Schiff zu stabilisieren.

Sie pumpten einen Grossteil des Löschwassers über Bord, so dass die gefährliche Schlagseite behoben wurde, berichtete ein Sprecher des neuseeländischen Rettungszentrums am Freitag. Damit war die unmittelbare Gefahr, dass mehr als 1000 Tonnen Öl, Benzin und Chemikalien aus der «Nisshin Maru» in dem unberührten Naturgebiet auslaufen, zunächst gebannt.

«Der Kapitän hat im Moment alles unter Kontrolle und er hat von uns keine Hilfe angefordert», sagte Sprecher Steve Corbett im Radio. «Wenn die Situation schlimmer wird, halten wir uns bereit, um zu sehen, was wir tun können.»

Nach japanischen Angaben ist das Feuer unter Kontrolle. Die Crew an Bord konnte den Brandherd unter Deck am Donnerstag wegen der starken Hitze nicht erreichen. Am Freitag sollte ein neuer Versuch gestartet werden.

Am Freitag war noch unklar, ob das Fabrikschiff der japanischen Walfangflotte aus eigener Kraft einen Hafen erreichen kann. Ein Schleppboot aus Neuseeland bräuchte gut sechs Tage, um an den Unglücksort gut 200 Kilometer nordwestlich des amerikanischen McMurdo-Stützpunktes zu gelangen.

Das Feuer war am Donnerstagmorgen ausgebrochen. Ein Grossteil der Crew von mehr als 140 Mann rettete sich auf die Beiboote.

Gut 20 Mann blieben am Bord, um den Brand zu bekämpfen. Die neuseeländischen Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen Unfall handelt, und das Feuer nicht von Walfanggegnern verursacht wurde.

(sda)

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