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Naturkatastrophe befürchtetBrennendes Schiff treibt vor den Kanaren

Ein Frachter mit über 42'500 Tonnen Düngemittel droht zu sinken. Die Crew wurde evakuiert.

von
kf
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Gigantische Rauchwolken: Die britische Cheshire treibt brennend mit einer Ladung Ammoniumnitrat über den Atlantik.

Gigantische Rauchwolken: Die britische Cheshire treibt brennend mit einer Ladung Ammoniumnitrat über den Atlantik.

kein Anbieter/La Provincia
Schlepper versuchen, das Schiff zu kühlen.

Schlepper versuchen, das Schiff zu kühlen.

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Sowohl eine Explosion als auch ein Sinken des Frachters hätten verheerende Folgen für Mensch und Natur.

Sowohl eine Explosion als auch ein Sinken des Frachters hätten verheerende Folgen für Mensch und Natur.

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Seit mehr als einer Woche treibt das 190 Meter lange britische Schiff Cheshire brennend vor der Küste der Kanarischen Inseln umher. Der Frachter ist laut «Teneriffa News» mit mehr als 42'500 Tonnen Ammoniumnitrat beladen, einem hochexplosiven Grundstoff für Düngemittel. Die britische Zeitung «Daily Express» schreibt von einer «tickenden Zeitbombe». Gemäss Bibby Line Limited, Besitzerin des Frachters, versuchen mehrere Schlepper, das Schiff von aussen zu kühlen.

Von der 24-köpfigen Crew ist niemand mehr an Bord. Nach einer Explosion in einem der Frachträume ist sie mit Helikoptern nach Gran Canaria evakuiert worden. Seither treibt das Schiff steuerlos auf dem Atlantik. «Kanaren News» verfolgt seine Position, demnach habe es sich erst in Richtung Süden bewegt und dann wegen wechselnder Strömungs- und Windverhältnisse «völlig überraschend» nördlichen Kurs Richtung der Insel El Hierro eingenommen.

Eine Explosion des gesamten Ammoniumnitrats hätte ein gewaltiges Ausmass. Im Jahr 1921 gingen im deutschen Ludwigshafen 4500 Tonnen der Substanz in die Luft, 561 Menschen wurden damals getötet. Ein anderes Szenario wäre, dass das Schiff auseinanderbricht und im Meer versinkt.

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