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«The Black Dahlia»Brian De Palmas Verfilmung eines Hardboiled-Klassikers

Nach vier Jahren Abstinenz kam im vergangenen Jahr endlich wieder ein Film von Brian De Palma («Scarface», «Die Unbestechlichen») in die Kinos.

Der renommierte Thriller-Regisseur hat den 1987 erschienenen Roman «Die schwarze Dahlie» von James Ellroy auf die Leinwand übertragen – ein ehrgeiziges Unterfangen. Denn Ellroy hat – basierend auf dem wirklichen, nie aufgeklärten Mordfall an der Möchtegern-Schauspielerin Elizabeth Short – eine sehr komplexe Geschichte geschrieben, in der Wirklichkeit, Fiktion und Legende faszinierend verwoben sind.

Im Film werden die Cops Lee Blanchard und Bucky Bleichert mit dem Fall betraut. Im Los Angeles der 40er-Jahre machen sie sich auf Tätersuche und stossen dabei auf korrupte Kollegen, machtgeile Politiker und knallharte Gangster. Durch das Auftauchen mysteriös-faszinierender Frauen werden die beiden auch privat in die tödlichen Verstrickungen der Dahlie gezogen.

Wie es sich für eine Adaption eines Hardboiled-Krimis gehört, tun sich bei den Hauptfiguren seelische Abgründe auf, und paranoide Gewaltvisionen füllen den Bildschirm. Auch der Kameramann leistete ganze Arbeit und so erinnert der Film in seinen besten Momenten an Polanskis legendären Genre-Klassiker «Chinatown».

Philippe Zweifel

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