Berner Oberland: Brienzer Fluglärm-Gegner fahren Niederlage ein
Aktualisiert

Berner OberlandBrienzer Fluglärm-Gegner fahren Niederlage ein

Lärmbelastung und Schadstoffimmissionen durch Kampfjets im Luftraum über Meiringen und Umgebung seien innerhalb des gesetzlichen Rahmens, sagt das Bundesverwaltungsgericht.

Keine übermässigen Immissionen: Das Bundesverwaltungsgericht sieht keinen Grund, an der Schlüssigkeit des Gutachtens zu zweifeln.

Keine übermässigen Immissionen: Das Bundesverwaltungsgericht sieht keinen Grund, an der Schlüssigkeit des Gutachtens zu zweifeln.

Keystone/urs Flueeler

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde der Stiftung «Giessbach dem Schweizervolk» und weiterer Lärmgegner abgewiesen. Diese hatten vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) die Feststellung verlangt, dass die Immissionen in den Jahren 2006 bis 2015 widerrechtlich gewesen seien.

Aufgrund eines in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Lärm- und Schadstoffbelastung kam das VBS zum Schluss, dass die Flugbewegungen der Kampfjets im Trainingsraum West keine übermässigen Immissionen zur Folge gehabt hätten.

Nur Trainingsraum West berücksichtigt

Diese Verfügung stützt das Bundesverwaltungsgericht mit einem am Freitag publizierten Urteil. Es sieht keinen Grund, an der Schlüssigkeit des Gutachtens zu zweifeln. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hatte den Bericht im Auftrag des Gerichts überprüft.

Entgegen dem Wunsch der Beschwerdeführer hatte das Bundesverwaltungsgericht in diesem Verfahren nur die Immissionen durch die Flugbewegungen im Trainingsraum West hoch über dem Tal zu beurteilen.

Das Gericht hat in seinem Urteil darauf hingewiesen, dass die durch Starts und Landungen von Kampfjets auf und vom Flugplatz Meiringen-Unterbach herrührenden Lärm- und Schadstoffbelastungen Gegenstand des hängigen Lärmsanierungsverfahrens des Flugplatzes seien.

Auch acht Privatpersonen reichten Beschwerde ein

Eine Gesamtbeurteilung der Immissionen aller Flugbewegungen könne deshalb erst später erfolgen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Nebst der Stiftung Giessbach dem Schweizervolk und der Grand Hotel Giessbach AG reichten acht Privatpersonen gegen die erwähnte Verfügung des VBS beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Mehrere der Privatpersonen gehören dem Hotelierverein Brienz an.

(sda)

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