Nintendo 3DS: Brillenlos in die 3. Dimension
Aktualisiert

Nintendo 3DSBrillenlos in die 3. Dimension

Nach furiosem Wii-Einstand
will Nintendo von Neuem die Massen entzücken: Ein autostereoskopisches Display soll es diesmal richten.

von
Michel Pescatore
BBC-Talkmaster Jonathan Ross und Nintendos Europachef Satoru Shibata (l.) mit dem Nintendo 3DS.

BBC-Talkmaster Jonathan Ross und Nintendos Europachef Satoru Shibata (l.) mit dem Nintendo 3DS.

Die Technik exisitiert zwar schon länger, doch der Nintendo 3DS ist die erste (mobile) Konsole, die das ohne Spezialbrillen nutzbare 3-D-Display standardmässig einsetzt. Allerdings mit dem Nachteil, dass nur ein einzelner Benutzer in den einstellbaren 3-D-Genuss kommt – Zuschauer sehen doppelt. Der 3DS gleicht seinen Vorgängern sehr, auffallende Neuerungen sind nur die drei Kameras (zwei davon extern für 3-D-Bilder, später auch Clips) sowie der präzise Analogstick über dem Steuerkreuz.

Dazu gesellen sich aber noch einige Online-Dienste: «Street Pass» knüpft ein soziales Netzwerk mit 3DS-Spielern, die sich unterwegs begegnen, und funktioniert auch im Standby. Ebenso «Spot Pass», der sich selbstständig um Updates und Downloads kümmert, wenn ein unterstützter Hotspot in der Nähe ist. Kooperationen mit Eurosport, Dreamworks, YouTube und ­Lovefilms sorgen für weitere (3-D-)Inhalte.

Nintendo 3DS

In den ersten drei Monaten werden 25 neue 3-D-Spiele erscheinen, wobei viele davon nur neu aufgelegte oder leicht abgewandelte ehemalige Hits sind. Der 3-D-Zusatznutzen hängt dabei sehr vom Spiel ab: Er reicht vom beeindruckenden «Legend of Zelda» über das eher fade «Resident Evil» bis zum Overkill «Super Monkey Ball», das zwar für 3-D und Bewegungssensor prädestiniert wäre, aber leider schon nach kürzester Zeit 3-D-ungeübten Spielern heftige Kopfschmerzen bereitet. Allgemein müssen die Spielentwickler vor allem bei schnellen 3-D-Spielen wie «Street Fighter» oder «Dead or Alive» noch einiges lernen. Für Kleinkinder ist darum eine 3-D-Sicherung integriert.

Der Nintendo 3DS wird ab dem

25. März für etwa 300 Franken erhältlich sein.

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