Sechseläuten: Bringen die Basler wieder den Böögg zum Umfallen?
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SechseläutenBringen die Basler wieder den Böögg zum Umfallen?

Basel ist 2018 wieder Gastkanton am Zürcher Sechseläuten. Beim letzten Gastspiel der Bebbi fiel der Böögg glatt auf die Nase.

von
lha
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Als die Bebbi 1993 zu Gast waren am Zürcher Sechseläuten, kapitulierte der Böögg vor versammelter Prominenz.

Als die Bebbi 1993 zu Gast waren am Zürcher Sechseläuten, kapitulierte der Böögg vor versammelter Prominenz.

Keystone/str
Der FC Basel spielte damals noch in der Nati B. 1993 war der Aufstieg aber schon ganz nah. In der Auf-Abstiegsrunde war das alte Joggeli im Spiel gegen die Grasshoppers proppevoll.

Der FC Basel spielte damals noch in der Nati B. 1993 war der Aufstieg aber schon ganz nah. In der Auf-Abstiegsrunde war das alte Joggeli im Spiel gegen die Grasshoppers proppevoll.

Keystone/Michael Kupferschmidt
Der FC Aarau spielt heute zweitklassig. Die «Unabsteigbaren» gewannen 1993 die Meisterschaft.

Der FC Aarau spielt heute zweitklassig. Die «Unabsteigbaren» gewannen 1993 die Meisterschaft.

Keystone/Walter Bieri

Ungute Erinnerungen werden in Zürich wach, wenn man auf den letzten Besuch der Bebbi am Sechseläuten 1993 zu sprechen kommt. Damals fiel der Böögg nämlich vor versammelter Prominenz auf die Nase. Ein Jahr später, als die Walliser zu Gast waren, kam es zum nächsten Kniefall des Böögg. Seither blieb der explosive Schneemann standhaft. Wird das Zürcher Sommerbarometer 2018 wieder einknicken? Basel ist dann nämlich wieder Gastkanton, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde.

Die Kantonsregierung hat für das Gastspiel am höchsten Feiertag des Zentralkomitees der Zürcher Zünfte ein Budget von 280'000 Franken bewilligt, die das Standortmarketing in einen würdigen Auftritt investieren darf. Fast gleich viel, nämlich 270'000 Franken, kostet die Stadt ihre Präsenz auf dem Center Court der Swiss Indoors pro Jahr. Das wird auch von einem Millionenpublikum weltweit gesehen. Lohnt es sich, so viel Geld für einen Auftritt an einem Zürcher Volksfest auszugeben?

«Das kann man nicht miteinander vergleichen», findet Sabine Horvath, Leiterin des Standortmarketings. «Das Sechseläuten ist eine traditionsreiche Plattform für jeden Kanton in der Schweiz», sagt Basels Chef-Vermarkterin mit Zürcher Wurzeln. Die Zürcher Zünfter freut das Engagement auf jeden Fall, denn es unterstreiche die gute Zusammenarbeit der beiden Städte, liessen diese verlauten.

Begegnung schafft Verständigung

Der Auftritt als Gastkanton dient denn auch mehr der kulturellen Völkerverständigung denn der Pflege von Geschäftsbeziehungen. «Charme Offensive», wie es Horvath ausdrückt. Und gerade in Zürich haben die Basler bekanntlich ja einen schweren Stand, was allerdings – mindestens bei Fussballfans – auf Gegenseitigkeit beruht. Apropos: Als Basel zuletzt als Gastkanton der Bööggverbrennung beiwohnen durfte, kickte der FCB noch in der Nationalliga B. Und was sich 1993 sonst noch Geschichtsträchtiges ereignete, sehen Sie in unserer Diashow.

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Am traditionellen Sechseläuten vom 19. April 1993 in Zürich will der Böögg nicht so abrennen wie erwartet, sondern stürzt zur Seite und entgeht so den Flammen. Schliesslich muss der Kopf des Bööggs eigenhändig ins Feuer geworfen werden.

Am traditionellen Sechseläuten vom 19. April 1993 in Zürich will der Böögg nicht so abrennen wie erwartet, sondern stürzt zur Seite und entgeht so den Flammen. Schliesslich muss der Kopf des Bööggs eigenhändig ins Feuer geworfen werden.

Keystone/Str

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