Aktualisiert 11.08.2009 16:32

Nachfolge CouchepinBringen SVP und Grüne Sprengkandidaten?

Die SVP behält sich weiterhin eine eigene Kandidatur für die Nachfolge von Pascal Couchepin vor. Vorerst will Parteipräsident Toni Brunner aber abwarten, wen FDP und CVP tatsächlich ins Rennen um den frei werdenden Bundesratssitz schicken. Auch die Grünen wollen sich in Sachen eigener Kandidatur vorerst alle Türen offenhalten.

«Wir warten ab, was die Parteien machen, ob es zum Hahnenkampf zwischen Pelli und Schwaller kommt», sagte der SVP-Präsident am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. «Wenn uns die Situation nicht passt, behalten wir uns alle Beschlüsse vor, auch eine eigene Nomination.»

«Seltsamer» Pelli

Zur Wählbarkeit einzelner Kandidaten wollte sich Brunner nicht äussern - auch wenn er Pellis gewundene Ankündigung vom Montag als «seltsam» bezeichnete. Die Parteien müssten selber verantworten, wen sie aufstellten, sagte der St. Galler Nationalrat. «Wer aber die Unterstützung der SVP will, sollte nicht mit Euroturbos kommen.»

Derzeit stehe die SVP sowohl mit der FDP wie auch mit der CVP im Kontakt. Zudem finde nächste Woche eine Fraktionsvorstandssitzung statt. Dabei solle eine Auslegeordnung gemacht und das weitere Vorgehen beschlossen werden, sagte Brunner.

Auch die Grünen?

Im Poker um den frei werdenden Bundesratssitz halten sich auch die Grünen alle Türen offen. Die Fraktion werde erst Ende August entscheiden, ob die Partei eine eigene Kandidatur stelle, sagte Fraktionschefin Maya Graf (BL) auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Rein rechnerisch sei der Anspruch der Grünen auf einen Bundesratssitz ausgewiesen. Wichtig werde aber auch sein, wen die anderen Parteien aufstellten. «Für uns steht der ökologische Umbau der Wirtschaft an erster Stelle. Eine Kandidatin oder ein Kandidat muss diesem Anspruch gerecht werden», sagte Graf. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.