02.01.2016 16:19

Opel Astra GSi 16VBringt ein neuer Name neues Glück?

Der Opel Astra brach eine Tradition, denn alle Vorgänger hatten Kadett geheissen. Doch auch in anderen Punkten hob sich der GSi 16V von anderen ab.

von
Bruno von Rotz

Im Jahr 2016 wird der erste Opel Astra 25 Jahre alt. Er trat im Jahr 1991 die Nachfolge des Opel Kadett der Generation E an und wies wie sein Vorgänger Vorderradantrieb auf. Und es gab ihn von Anfang an auch als sportliches GSi-Modell.

Der Namenswechsel wurde im Rahmen der damals gültigen Opel-Strategie, mit «a» endende Kunstnamen als Typenbezeichnungen zu verwenden, vorgenommen. Auf Kadett E folgte Astra F, der Baureihencode wurde nach alter Logik fortgesetzt. Auf den relativ rundlichen Kadett folgte der modernere und gradlinigere Astra, der von Anfang an mit drei oder fünf Türen, allerdings nur mit Schrägheck geliefert werden konnte. Doch die Kombi- sowie die Stufenheckvariante folgten mit nur wenigen Monaten Abstand.

Ab Serienstart waren auch sportliche Modelle verfügbar und leistungshungrige Kunden schielten dabei natürlich nach dem Grand Sport Injection, kurz GSi.

Bewährte Konzeption

Es waren bei der Entwicklung des neuen GSi keine technischen Experimente nötig, denn der Vorgänger bot praktisch alles, was auch die neue Astra-Variante gut machte. Wiederum optimierte man die Serienkarosserie mit aerodynamischen Anbauteilen und wiederum kam man auf den sehr guten cw-Wert von 0.30.

Auch den Zweilitermotor mit sequentieller Einspritzung und 16 durch zwei obenliegende Nockenwellen bewegte Ventile gab es schon beim Vorgänger.

Bezüglich der Aussenabmessungen wuchs der Opel-Fünfsitzer nur unwesentlich, im Gewicht aber wirkten sich die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen doch erheblich aus. Statt 1039 wog der GSi neu 1229 kg. Dies ging nicht ganz spurlos an den Fahrleistungen vorbei, die vor allem im Vortrieb nicht ganz die Werte der Vorgängers erreichten. 8.3 Sekunden nahm sich der Astra GSi für den Spurt von 0 auf 100 km/h, der Kadett E GSi hatte dieselbe Disziplin in 8,1 Sekunden geschafft. Ähnliches galt es von der Elastizität zu sagen, während die Spitzengeschwindigkeit unverändert bei 220 km/h lag. Verbrauchsmässig lag der Neue leicht vorne.

Nicht ohne Konkurrenz

Dass der Astra GSi damals nicht zum absoluten Platzhirsch avancierte, lag nicht zuletzt auch daran, dass Volkswagen der Golf-Baureihe ein neues Flaggschiff kredenzt hatte, den VR6. Der wies 2,8 Liter Hubraum, sechs Zylinder und 174 PS auf. Damit lief er zwar nicht deutlich schneller als der sportlichste Astra, in puncto Beschleunigungswerte und Durchzug holte der ähnlich schwere Golf aber mehr Lorbeeren als der Astra, der trotz Zylinder-Defizits noch nicht einmal weniger kostete. Nur im Verbrauch konnte der Opel brillieren, denn seine vier Töpfe begnügten sich mit 9,7 Litern im Testmittel, während die sechs des Golf deren 11.1 konsumierten.

Andere Konkurrenten, z.B. von Renault, Peugeot oder Fiat, konnten zwar manches weniger gut als der Opel, waren dafür aber zum Teil deutlich günstiger. Und sie waren in den meisten Fällen komfortabler, denn die harte Federung wurde dem Astra GSi als Nachteil ausgelegt, obschon sie natürlich auch für das dynamische Handling verantwortlich war. Die damalige Zielgruppe dürfte es nicht gestört haben, denn natürlich wurde auch der Opel Astra F GSi zum Erfolgsmodell.

Weitere Informationen zum Opel Astra GSi und seinen Konkurrenten finden sich auf www.zwischengas.com.

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