Aktualisiert 13.09.2017 20:51

«Lady Di nach 10 Pints»Briten spotten über Diana-Blumenbild

Die britische Kleinstadt Chesterfield wagte sich der verstorbenen Prinzessin Diana zu Ehren an ein überdimensionales Blumenportrait. Die Briten können das Resultat kaum fassen.

von
kko
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Viele sind empört: Das aus Pflanzen gefertigte Diana-Porträt steht auf dem Marktplatz der britischen Stadt Chesterfield ...

Viele sind empört: Das aus Pflanzen gefertigte Diana-Porträt steht auf dem Marktplatz der britischen Stadt Chesterfield ...

Chesterfield Borough Council
...und erntet in ganz Grossbritannien Spott und Hohn. «Ich erinnere mich nicht, dass sie einen Schlaganfall erlitten hat», ätzt etwa ein User auf Facebook.

...und erntet in ganz Grossbritannien Spott und Hohn. «Ich erinnere mich nicht, dass sie einen Schlaganfall erlitten hat», ätzt etwa ein User auf Facebook.

Chesterfield Borough Council
Das Bild ist der Stadt zufolge nach alter Tradition und nur aus natürlichen Materialien gefertigt: Demnach wurden Blätter, Chrysanthemen, Eierschalen, Kamille, Nelken, Petersilie, Pflanzensamen und Vogelbeeren verarbeitet.

Das Bild ist der Stadt zufolge nach alter Tradition und nur aus natürlichen Materialien gefertigt: Demnach wurden Blätter, Chrysanthemen, Eierschalen, Kamille, Nelken, Petersilie, Pflanzensamen und Vogelbeeren verarbeitet.

Chesterfield Borough Council

Eine Zottelfrisur, verfärbte Zähne, verschieden grosse Augen und ein Gesichtsausdruck, den ein Facebook-User als «nach zehn Pints und einer Runde Botox» beschreibt: Die britische Kleinstadt Chesterfield macht dieser Tage mit einem Denkmal von sich reden, das sie zu Ehren von Lady Di aufgestellt hat.

Die Briten sind sich einig: Das aus Pflanzen gefertigte überdimensionale Porträt der am 31. August 1997 tödlich verunfallten Prinzessin «ist eine Beleidigung», «schrecklich», «beschämend». Dabei haben 14 Freiwillige 120 Stunden Arbeit in das Diana-Bild gesteckt.

Der Stadt zufolge ist es nach alter Tradition und nur aus natürlichen Materialien gefertigt: Demnach wurden Blätter, Chrysanthemen, Eierschalen, Kamille, Nelken, Petersilie, Pflanzensamen und Vogelbeeren verarbeitet, schreibt die «Daily Mail».

«Erinnere mich nicht daran, dass sie einen Schlaganfall erlitten hat»

Die Kritiker kennen jedoch keine Gnade. Aufnahmen des umstrittenen Kunstwerks verbreiteten sich in Windeseile auf Social Media und sorgten für empörte Kommentare. «Ich erinnere mich nicht daran, dass sie einen Schlaganfall erlitten hat», schreibt ein Facebook-User.

Das Bildnis sei schlicht «eine Beleidigung», heisst es in folgendem Kommentar:

Er sei Bewohner der Stadt und spüre nun dauernd Dianas Blick – sogar in seinem eigenen Zuhause, twittert User Mr Welbeck Kane.

Einer der positivsten Kommentare: Wenigstens könne man das Werk später noch als Halloween-Dekoration gebrauchen.

Einige Nutzer machten ihrer Fassungslosigkeit mit Memes Luft.

Stadtrat freut sich über Werbung

Die empörten Reaktionen kümmern den Stadtrat Chesterfields wenig. Er freut sich gar darüber: «Kunst soll nun mal zur Diskussion anregen, und das ist in diesem Jahr gelungen», sagt ein Sprecher des Chesterfield Borough Council.

«Das Bild soll Besucher in unsere Gegend locken, und wenn die Publicity mehr Leute dazu ermuntert, zu kommen und sich den Markt und die örtlichen Geschäfte anzusehen, dann kann das nur gut sein für Chesterfield», hiess es weiter.

Ein Trost für alle Empörten: Das Denkmal bleibt nur bis am Samstag auf dem Marktplatz stehen.

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