Mit Sandsäcken: Britische Prinzen im Kampf gegen die Flut
Aktualisiert

Mit SandsäckenBritische Prinzen im Kampf gegen die Flut

Royales Engagement: Harry und William halfen beim Verteilen von Sandsäcken gegen die Überschwemmungen im Königreich. Dort starben wegen heftiger Unwetter mindestens drei Personen.

Prinz William hilft Soldaten beim Schleppen von Sandsäcken.

Prinz William hilft Soldaten beim Schleppen von Sandsäcken.

Die heftigen Stürme über den britischen Inseln dauern seit Monaten an. Immer wieder werden ganze Landstriche und die Küsten von neuen Sturmwellen erfasst. Teile Südenglands stehen seit Wochen unter Wasser. Mindestens 5000 Häuser sind überflutet. Auch die französische Bretagne auf der anderen Seite des Ärmelkanals ist betroffen. Für das ganze Land wurden 22 Flutwarnungen herausgegeben.

Täglich brechen Stromleitungen zusammen. Am Samstag waren in Grossbritannien noch 11'000 Menschen ohne Strom, nachdem in der Nacht 165'000 Haushalte wieder ans Netz gegangen waren, wie der Verband der Stromversorger mitteilte. In Irland waren am Samstag noch 60'000 Haushalte ohne Elektrizität, wie die irischen Stromversorger mitteilten. Nach französischen Angaben mussten in der Bretagne 90'000 Haushalte ohne Strom auskommen.

Das Sturmtief sollte nach den Vorhersagen der Meteorologen im Laufe des Samstags nordwärts ziehen und Teile Nordirlands und Schottlands erfassen. In höheren Lagen wurden auch ergiebige Schneefälle erwartet.

Mit dem Schleppen von Sandsäcken hatten sich die britischen Prinzen William und Harry am Freitag solidarisch mit den Opfern der schweren Überschwemmungen und den Helfern gezeigt. In Regenkleidung und Gummistiefeln reihten sich die Söhne von Thronfolger Charles in der Ortschaft Datchet westlich von London in eine Menschenkette ein und halfen Soldaten, Sandsäcke von einem Lastwagen zu hieven.

Tote und mehrere Verletzte

Die heftigen Winterstürme über den britischen Inseln am Freitag und in der Nacht zum Samstag haben mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Auch Frankreich und Irland sind betroffen.

Mitten in einem belebten Viertel der Londoner Innenstadt starb eine 49-Jährige, als während des Sturms eine Mauer-Brüstung auf das Dach ihres Autos stürzte. Zwei weitere Insassen des Autos sowie ein Passant wurden dabei verletzt, teilte Scotland Yard am Samstag mit.

Auf dem Kreuzfahrtschiff Marco Polo im Ärmelkanal starb ein 85-Jähriger, nachdem eine heftige Welle das Schiff erfasst hatte. Der Mann sei unglücklich gestürzt, teilten die französischen Rettungskräfte mit. Nach britischen Medienberichten hatten die Wassermassen auch ein Fenster des Schiffes eingedrückt.

In Irland starb am Freitag ein 19-Jähriger, als er mit seinem Auto in einen umgestürzten Baum krachte. Am Mittwoch war bereits ein etwa 70 Jahre alter Mann in England an den Folgen eines Stromschlags gestorben - er hatte versucht, einen auf eine Stromleitung gefallen Baum zu entfernen. (sda)

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