Britische Sicherheitskräfte von Anschlägen «völlig überrascht»
Aktualisiert

Britische Sicherheitskräfte von Anschlägen «völlig überrascht»

Der britische Innenminister hat Anschuldigungen zurückgewiesen, die Sicherheitskräfte hätten trotz Hinweisen auf bevorstehende Terroranschläge vor dem 7. Juli nichts unternommen.

«Tatsache ist, dass wir nichts über die Anschlagsplanungen wussten», sagte Charles Clarke am Dienstag der BBC. Geheimdienste und Polizei seien völlig überrascht worden, als sich vier Selbstmordattentäter im Londoner Nahverkehr in die Luft sprengten und 52 Pendler mit in den Tod rissen. Das gleiche gelte für die vier gescheiterten Anschläge zwei Wochen später.

Vier Verdächtige, die sich offenbar am 21. Juli in die Luft sprengen wollten, sitzen inzwischen in Haft, drei in Grossbritannien und einer in Italien. Clarke lobte die Ermittler für die Festnahmen, räumte jedoch ein, dass die Drahtzieher noch immer nicht ausfindig gemacht worden seien. «Wir wissen nicht, welche Menschen die Planungen machen. Wir können nur ermitteln und auf den Durchbruch hoffen.»

(dapd)

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