31.07.2018 17:10

Mark AcklomBritischer Hochstapler soll Schweizer betrogen haben

In Grossbritannien hat der Hochstapler Mark Acklom einer Frau 1,1 Millionen Franken abgenommen. Jetzt ermitteln auch die Schweizer Behörden gegen ihn.

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Der Brite Mark Acklom (44) war der meistgesuchte Betrüger Grossbritanniens. Er soll 2012 insgesamt 850'000 britische Pfund (umgerechnet etwa 1,1 Millionen Franken) von der 57-jährigen Carolyn Woods ergaunert haben.

Der Brite Mark Acklom (44) war der meistgesuchte Betrüger Grossbritanniens. Er soll 2012 insgesamt 850'000 britische Pfund (umgerechnet etwa 1,1 Millionen Franken) von der 57-jährigen Carolyn Woods ergaunert haben.

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Dem Sender BBC Radio erzählte Woods, Acklom habe sich anfänglich als wohlhabenden Schweizer Banker ausgegeben, später sogar als Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes MI6.

Dem Sender BBC Radio erzählte Woods, Acklom habe sich anfänglich als wohlhabenden Schweizer Banker ausgegeben, später sogar als Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes MI6.

Screenshot BBC
Nachdem das Opfer den Hochstapler angezeigt hatte, flüchtete er mit seiner Familie nach Spanien. Im Mai 2017 wurde er mit einem spanischen Betrüger in einer Bar in Genf gesehen. Laut «Sky News» soll sich Acklom danach in Zürich aufgehalten haben.

Nachdem das Opfer den Hochstapler angezeigt hatte, flüchtete er mit seiner Familie nach Spanien. Im Mai 2017 wurde er mit einem spanischen Betrüger in einer Bar in Genf gesehen. Laut «Sky News» soll sich Acklom danach in Zürich aufgehalten haben.

Polizei Avon und Somerset

Am 30. Juni wurde der britische Hochstapler Mark Acklom in einer spektakulären Aktion in Wädenswil ZH festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt. Als die Polizisten anrückten, soll Acklom noch versucht haben, sich mit einem Sprung vom Balkon zu retten. Die Beamten hätten ihn anschliessend zu Boden ringen müssen.

Acklom soll 850'000 britische Pfund (umgerechnet etwa 1,1 Millionen Franken) von Carolyn Woods aus Bath in der westenglischen Grafschaft Somerset ergaunert haben. Der Betrüger hatte sich beim 57-jährigen Opfer zunächst als reicher Schweizer Banker, später als Mitarbeiter des Geheimdienstes MI6 ausgegeben.

Keine Auslieferung nach England

Wie TeleZüri nun berichtet, ermitteln auch die Schweizer Behörden gegen Acklom. Die Staatsanwaltschaften von Zürich und Genf bestätigen gegenüber dem Fernsehsender, dass sie Ermittlungen gegen den 45-Jährigen führen. «Bei den Anzeigen geht es um Betrug. Ein Strafverfahren ist eröffnet worden. Die Ermittlungen sind am laufen» sagte Christian Philipp, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Zürich, zu TeleZüri.

Damit erhärtet sich der Verdacht, dass Acklom auch Schweizer betrogen haben könnte. Acklom ist laut Recherchen von TeleZüri Mitinhaber einer Firma, die sie im Internet als «Entwicklerin», «Herstellerin» und «Vermarkterin» von sicheren Datenspeichern sowie der Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen bewirbt.

Solange gegen den Briten ermittelt wird, sei laut Staatsanwaltschaft eine Auslieferung nach England kein Thema.

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