Bereute seine Skepsis - Britischer Impfgegner stirbt im Alter von 34 Jahren am Coronavirus
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Bereute seine SkepsisBritischer Impfgegner stirbt im Alter von 34 Jahren am Coronavirus

Matthew Keenan wollte sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Dann infizierte er sich damit und entwickelte derart starke Symptome, dass die Ärzte ihn ins künstliche Koma versetzten. Nun ist Keenan am Coronavirus gestorben.

von
Reto Heimann
In dieser Aufnahme von Anfang Juli ist Matthew Keenan schon deutlich geschwächt: Er verstarb am Montag am Coronavirus.

In dieser Aufnahme von Anfang Juli ist Matthew Keenan schon deutlich geschwächt: Er verstarb am Montag am Coronavirus.

Twitter/@leanne_cheyne

Darum gehts

  • «Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich mich so schlecht gefühlt», sagte Matthew Keenan, nachdem er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

  • Zuvor hatte sich der 34-Jährige selbst als Impfskeptiker bezeichnet.

  • Am Montag starb Keenan am Coronavirus.

«Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es sofort tun», und: «Ich wünschte, ich hätte die Impfung erhalten». So äusserte sich der Brite Matthew Keenan, als bei ihm Anfang Juli eine Corona-Infektion festgestellt wurde.

Zuvor hatte Keenan sich negativ über die Corona-Impfung geäussert. Er bezeichnete sich selbst als Impfgegner. Der glühende Anhänger des FC Liverpool sagte kurz nach seiner Infektion, dass er sich fühle, als sei er von einem Lastwagen überfahren worden. Er klagte über Fieber und Schüttelfrost. «Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich mich so schlecht gefühlt – und ich merke, dass es nur noch schlimmer wird», fügte Keenan hinzu. «Ich fühle mich elend. Das Coronavirus ist echt».

Vater und Fussballcoach

Der Zustand von Keenan verschlechterte sich in den letzten Tagen immer mehr. Sein Leben hing am seidenen Faden, die Ärzte versetzten ihn ins künstliche Koma. Am Montag verlor Keenan seinen Kampf gegen das Coronavirus. Er starb mit 34 Jahren im Spital West Yorkshire in Bradford. Darüber berichtet die «Daily Mail». Keenan war Vater und trainierte in seiner Freizeit einen Fussballclub.

Leanne Cheyne, eine Fachärztin für Atemwegserkrankungen im Spital von West Yorkshire, teilte schon am 11. Juli einen Post über Twitter. Keenan hatte ihr die Erlaubnis dafür gegeben:

Dazu schrieb sie: «Matthew war ein selbsterklärter Impfskeptiker, bis er sich mit Covid infizierte. Wenn er die Zeit zurückdrehen könnte, würde er es tun». Dazu warnte die Spezialistin Cheyne ausdrücklich: «Unsere kränksten Patienten sind ungeimpft und unter 40. Matthew kämpft um sein Leben. Rette du deines.» Unter den Tweet setzte Cheney die Hasthags #GetVaccinated und #GrabAJab. Übersetzt bedeutet das «Lass dich impfen» und «Hol dir eine Impfung».

Zusätzlich zum Tweet veröffentlichte die Ärztin ein Bild, das Cheney im Spital, angeschlossen an ein Beatmungsgerät, zeigt. Wenige Wochen nach dieser Aufnahme starb Keenan. Einer seiner besten Freunde äusserte sich in einem bewegenden Post: «Matthew war ein grossartiger Vater, fantastischer Freund und ein unschlagbarer Trainer». Er könne nicht glauben, dass sein Freund nicht mehr da sei: «Er war der liebenswerteste Kerl, den ich je getroffen habe».

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