Bombenanschlag: Britischer Journalist in Afghanistan getötet
Aktualisiert

BombenanschlagBritischer Journalist in Afghanistan getötet

Bei einem Bombenanschlag in Afghanistan sind drei Menschen getötet worden, darunter ein Korrespondent der britischen Zeitung «Sunday Mirror».

Der Journalist Rupert Hamer begleitete nach Angaben des Londoner Verteidigungsministeriums vom Sonntag gemeinsam mit einem Kollegen US-Marineinfanteristen im Einsatz. Dabei fuhr ihr Fahrzeug auf einen Sprengsatz auf. Hamers Kollege, der Fotograf Philip Coburn, erlitt schwere Verletzungen. Fünf US-Soldaten wurden verletzt.

Der Anschlag ereignete sich am Samstag in Nawa im Süden Afghanistans. Der «Sunday Mirror» erklärte, der 39-jährige Hamer und der 43-jährige Coburn seien an Silvester in die Region geflogen und hätten die US-Truppen als sogenannte eingebettete Journalisten begleitet. Sie hätten einen Monat in Afghanistan bleiben sollen. Es war Hamers fünfte Reise nach Afghanistan, Coburn hat zuvor bereits aus Krisenregionen wie dem Irak und Ruanda berichtet. Hamer hinterlässt seine Frau und drei kleine Kinder.

Er ist der erste britische Journalist, der in Afghanistan seit Beginn des Krieges Ende 2001 dort getötet worden ist. Insgesamt wurden nach Angaben der in New York ansässigen Organisation Komitee zum Schutz Journalisten seit Kriegsbeginn 18 Journalisten während ihrer Arbeit in Afghanistan getötet. (dapd)

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