Aktualisiert 11.03.2014 12:03

Vor RestaurantBritischer Journalist in Kabul erschossen

Ein Auslandkorrespondent ist in Afghanistan erschossen worden. Der Brite hatte für Schwedens öffentlich-rechtliches Radio berichtet.

Der britisch-schwedische Journalist Nils Horner wurde vor einem Restaurant in Kabul erschossen.

Der britisch-schwedische Journalist Nils Horner wurde vor einem Restaurant in Kabul erschossen.

Knapp vier Wochen vor der Präsidentenwahl in Afghanistan ist ein westlicher Journalist in der Hauptstadt Kabul erschossen worden. Bei dem Opfer handelt es sich um den Reporter Nils Horner, der für Schwedens öffentlich-rechtliches Radio als Korrespondent in Afghanistan im Einsatz war.

Das sagte der schwedische Botschafter in Kabul, Peter Semneby, der Nachrichtenagentur AFP. Der Radiojournalist habe auch einen britischen Pass gehabt.

In der Nähe eines Restaurants erschossen

Horner wurde am helllichten Tag im Zentrum Kabuls in der Nähe eines Restaurants erschossen. Ein Zeuge sagte, er habe einen Schuss gehört und dann gesehen, wie Horner zu Boden gesunken sei. Zwei junge Männer seien geflüchtet und von Sicherheitskräften verfolgt worden.

Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, sagte der Chefermittler der Kabuler Polizei, Gul Agha Haschemi. Nach Aussage eines Arztes war der Journalist bereits tot, als er ins Spital gebracht wurde.

Taliban wollen nichts mit dem Attentat zu tun haben

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Taliban bestritten eine Verwicklung in das Attentat. «Wir übernehmen für diesen Vorfall keine Verantwortung», sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid.

Die islamistischen Aufständischen verüben regelmässig Selbstmordattentate in Kabul und hatten angekündigt, die bevorstehende Präsidentenwahl mit Anschlägen zu stören. Bei einem Taliban-Anschlag auf ein Restaurant Mitte Januar wurden 21 Menschen getötet, unter ihnen 13 Ausländer. (sda)

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