Aktualisiert 16.02.2004 22:02

«Britischer Oskar» für den «Herrn der Ringe»

Der dritte Teil des Fantasy-Epos «Herr der Ringe» ist in London von der britischen Filmakademie als bester Film des Jahres ausgezeichnet worden.

Die Verleihung der britischen Filmpreise, der BAFTAS, gilt als Gradmesser für die anstehende Oscar-Ausreichung.

Die grossen Gewinner in London waren in diesem Jahr «Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs» und das Seedrama «Master and Commander - Bis ans Ende der Welt» mit Russell Crowe. Beide Filme erhielten jeweils vier BAFTAS. «Der Herr der Ringe» räumte dazu noch den Publikumspreis ab.

Eine grosse Enttäuschung wurde der Abend dagegen für «Cold Mountain» mit Jude Law und Nicole Kidman. Bei den Nominierungen hatte dieser Film mit 13 Einträgen vorn gelegen, aber am Ende gab es nur zwei Preise.

Peter Weir wurde für «Master and Commander» als bester Regisseur geehrt. Den BAFTA als beste Schauspielerin erhielt die erst 19-jährige Scarlett Johansson für ihre Rolle in der schon mehrfach prämierten Filmkomödie «Lost in Translation». Ihr Filmpartner Bill Murray bekam einen BAFTA für den besten männlichen Darsteller.

Beste Nebendarstellerin durfte sich Renée Zellweger für ihren Part in «Cold Mountain» nennen. Bester Nebendarsteller wurde Bill Nighy, der in der britischen Komödie «Love Actually» einen alternden Rockstar verkörpert, der durch geschickte Vermarktung noch einmal einen Hit landet. Insgesamt schnitten britische Produktionen und Schauspieler diesmal deutlich schlechter ab als gewöhnlich.

Die BAFTAS werden oft, aber nicht immer ihrem Ruf als Oscar-Gradmesser gerecht. Im vergangenen Jahr wählte die britische Jury «The Pianist» von Roman Polanski zum besten Film, doch in Hollywood fiel das Holocaust-Drama durch.

(sda)

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