Aktualisiert 03.11.2009 10:36

ÄquatorialguineaBritischer Putschist begnadigt

Im afrikanischen Staat Äquatorialguinea sind ein britischer Putschistenführer und vier südafrikanische Söldner begnadigt worden.

Das teilte das höchste Gericht des Landes am Dienstag mit. Richter Obono Olo sagte der Nachrichtenagentur AP, die fünf würden noch im Laufe des Tages freigelassen. Staatspräsident Teodoro Obiang Nguema habe sie aus humanitären Gründen begnadigt.

Der Brite Simon Mann galt einer der Drahtzieher eines Putschversuchs 2004, in den auch Mark Thatcher verwickelt war, der Sohn der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Thatcher bekannte sich vor einigen Jahren in Südafrika vor einem Gericht schuldig, unwissentlich mitgeholfen zu haben, den Putsch zu finanzieren. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Mann wurde wegen des Putschversuchs im Juli 2008 zu 34 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Der ehemalige Angehörige einer Sondereinheit der britischen Streitkräfte wurde im März 2004 zusammen mit 69 mutmasslichen Söldnern in Simbabwe verhaftet, als die Gruppe nach Behördenangaben einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Äquatorialguinea einlegte. Er wurde zuerst in Simbabwe verurteilt und dann an Äquatorialguinea ausgeliefert. (dapd)

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