British-Airways-Chef geht
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British-Airways-Chef geht

Der Konzernchef von British Airways (BA), Rod Eddington, räumt Ende September auf eigenen Wunsch seinen Posten.

Wie die britische Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte, wird der frühere Chef der irischen Gesellschaft Aer Lingus, Willie Walsh, sein Nachfolger.

Eddington führt BA seit Mai 2000. Verwaltungsratspräsident Martin Broughton sagte, der 55-jährige Australier habe in dieser Zeit «Wunder vollbracht». Das Unternehmen sei nach einer grossen Umstrukturierung nicht mehr wiederzuerkennen.

BA musste aufgrund der Krise des internationalen Flugverkehrs nach den Terroranschlägen vom 11. September um seine Existenz kämpfen, wie Eddington es selbst einmal formulierte. Seine Antwort war ein drastisches Sparprogramm einschliesslich der Streichung von 13 000 Stellen. So machte er die Gesellschaft wieder rentabel.

Der 43-jährige Walsh, der schon als 17-jähriger eine Pilotenausbildung begann, hat sich durch eine ähnliche Sanierung bei Aer Lingus für den BA-Posten empfohlen. «Nach der Tragödie des 11. September haben viele Beobachter erwartet, dass Aer Lingus Gesellschaften wie Swissair und Sabena in die Bedeutungslosigkeit folgen würde», sagte Broughton.

«Aber Willie hat die irische Gesellschaft gerettet - und mit ihr Tausende von Arbeitsplätzen.» Während sich Walsh bei Aer Lingus auf niedrige Flugpreise konzentriert habe, würden bei BA ein Qualitätsservice und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund stehen.

(sda)

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