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LuftverkehrBritish Airways verharrt in roten Zahlen

Die angeschlagene Fluggesellschaft British Airways (BA) schreibt weiter rote Zahlen.

Im ersten Geschäftsqartal 2009/10 belief sich der Verlust auf 106 Mio. Pfund (rund 190 Mio. Franken). In der Vorjahresperiode hatte BA noch einen Gewinn von 27 Mio. Pfund eingeflogen.

Es ist das erste Mal seit der Privatisierung vor mehr als 20 Jahren, dass die britische Fluglinie in einem Anfangsquartal - welches traditionell eigentlich ein starkes Vierteljahr für die Fluglinie ist - in die roten Zahlen rutscht.

Der Betriebsverlust belief sich auf 94 Mio. Pfund nach einem Betriebsgewinn von 35 Mio. Pfund in der Vorjahresperiode. Der Umsatz ging um 12,2 Prozent auf 1,98 Mrd. Pfund zurück, wie die Airline am Freitag mitteilte.

Mit einer schnellen Erholung der Luftfahrtbranche rechnet der Konzern nicht. Es seien keine Anzeichen einer Verbesserung erkennbar, hiess es. Das Angebot soll deshalb weiter zusammengestrichen werden.

Bis zum Winter des kommenden Jahres legt BA 22 Flieger lahm. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 401 Mio. Pfund gemacht und auf die Kostenbremse gedrückt. Im laufenden Geschäftsjahr sollen noch einmal 145 Mio. Pfund an Kosten eingespart werden.

Unternehmenschef Willie Walsh erklärte, der Markt zeige wegen der Wirtschaftskrise «keine Anzeichen der Besserung». BA hat bereits 4000 Jobs abgebaut, zehn Prozent der Belegschaft. Etwa 7000 Mitarbeiter sind zudem von einem Sparprogramm betroffen, bei dem einige sogar auf ihr Gehalt verzichten. Walsh hatte bereits von einem «Kampf ums Überleben» gesprochen.

(sda)

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