Britney kahlgeschoren und Paris im Gefängnis
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Britney kahlgeschoren und Paris im Gefängnis

Die meistfotografierten Prominenten dürften in diesem Jahr Paris Hilton, Britney Spears, Victoria Beckham und Angelina Jolie mit Brad Pitt und Kindern gewesen sein.

Auffallend ist: Das Interesse an Glamour lässt nach, stattdessen ist Lästern angesagt - über Stars, die straffällig werden, sich schlecht benehmen, magersüchtig sind und abhängig von Alkohol und Drogen sind. Mit Suchtproblemen in den Schlagzeilen waren neben Britney Spears vor allem der Rockstar und Exfreund von Kate Moss, Pete Doherty, die Soulsängerin Amy Winehouse, und Schauspielerin Lindsay Lohan.

Einem masslosen Medikamentenkonsum fiel das frühere Model Anna Nicole Smith zum Opfer. Die Witwe des Milliardärs Howard Marshall starb am 8. Februar mit 39 Jahren in ihrem Hotelzimmer in Florida an einer Überdosis Schlafmittel in Kombination mit anderen Medikamenten. Ihr 20-jähriger Sohn war im September 2006, drei Tage nach der Geburt ihrer Tochter Dannielynn Hope gestorben. In einem spektakulären Gerichtsverfahren stritten der letzte Lebensgefährte Howard Stern, der Fotograf Larry Birkhead und die Mutter von Smith um das Sorgerecht für die kleine Tochter Dannielynn. Auch der deutsche Adoptivprinz Frédéric von Anhalt, Ehemann der 90-jährigen Zsa Zsa Gabor, erhob Anspruch auf die Vaterschaft. Die DNA-Tests beweisen jedoch, dass Larry Birkhead der Vater ist.

Britney Spears nimmt schon seit der Trennung von Ehemann Kevin Federline im vergangenen Jahr regelmässig Drogen und trinkt Alkohol, wie ein Gericht festgestellt hat, das ihr das Sorgerecht für die Kinder entzogen hat. Im Februar schockierte sie mit einem kahlrasierten Kopf. Sie hatte sich in einem Friseursalon bei Los Angeles einen Haarschneider geschnappt und die blonden Haare abrasiert. Danach liess sie sich Lippen-Tattoos auf ihr Handgelenk stechen. Nach einer Entzugstherapie trat sie erstmals seit drei Jahren wieder als Sängerin auf.

Zum spektakulären Reinfall wurde ihr Auftritt bei den MTV Video Music Awards im September - die Choreographie zum Song «Gimme More» dilettantisch, die Figur zu rund für den schwarzen Bikini, die angeschweissten blonden Haare ein Desaster. Musikalisch aber gilt das Comeback als gelungen.

Der Gefängnisaufenthalt von Paris Hilton gehört ebenfalls zu den bunten Top-News des Jahres. Sie war zu 45 Tagen Haft verurteilt worden, weil sie gegen Bewährungsauflagen wegen Alkohol am Steuer verstossen hatte. Nach nur vier Tagen hinter Gittern durfte die Millionärstochter das Gefängnis mit einer elektronischen Fussfessel verlassen - Begründung: ein gesundheitliches Problem. Aber der zuständige Richter liess sich nicht von den Tränen Hiltons erweichen und schickte sie zurück in die Zelle. Nach insgesamt drei Wochen kam sie frei; sie ging durch ein bombastisches Spalier von Scheinwerfern und Kameras.

Zu vier Tagen Gefängnis wegen Fahrens unter Drogeneinfluss wurde Nicole Richie verurteilt, die mit Paris Hilton in der TV-Show «The Simple Life» das einfache Leben kennengelernt hatte. Doch sie hatte es besser: Nach 82 Minuten kam sie wieder frei. Sie war im vierten Monat schwanger und macht voraussichtlich im Januar Lionel Richie zum Grossvater.

Topmodel Naomi Campbell arbeitete fünf Tage lang bei der Stadtreinigung in New York als Strafe dafür, dass sie ihrem Dienstmädchen ein Handy an den Kopf geworfen hatte. Sie erschien in aktuellsten Designerklamotten, ehe sie eine orangefarbene Arbeitsweste anzog, um Waschbecken zu schrubben und Toiletten zu putzen.

Hollywood-Star Richard Gere kam in Indien in Bedrängnis, weil er die Kollegin Shilpa Shetty auf einer Pressekonferenz auf die Wange geküsst hatte - für konservative Hindus ein Tabubruch.

Blitzhochzeit von Pamela Anderson

Für neuen Glamour in Hollywood sorgten David und Victoria Beckham mit ihrem Zuzug. Tom Cruise und Will Smith richteten für sie eine grosse Willkommensparty aus. Victoria Beckham setzte modisch Massstäbe - mit ihrer Frisur und den neuesten Outfits in Grösse 32 und Handtaschen, stets umringt vom Fotografengerangel. Für das Comeback der Spice Girls liess sie sich Silikonkissen aus dem Busen entfernen.

Immer mehr Celebrities schirmen ihr Privatleben ab und verweigern jegliche Auskunft darüber. George Clooney zum Beispiel lässt nur Tatsachen sprechen und zeigte sich mit seiner Freundin, der Amerikanerin Sarah Larson. Sharon Stone und Christian Slater foppten die Medien und gaben sich bei Werbeauftritten für den Film «Bobby» als Paar aus. Richtig sauer reagierten die britischen Filmstars Hugh Grant und Jude Law. Grant soll einen Fotografen mit einer Dose Baked Beans (Bohnen mit Tomatensosse) angegriffen haben, ging aber straflos aus. Jude Law versuchte, einem Fotografen die Kamera zu entreissen und wurde festgenommen.

Pamela Anderson beklagte sich bei den Filmfestspielen in Cannes: «Die Schauspieler werden herumgestossen wie Kühe: 'Dreht euch nach da, dreht euch nach dort'.» Sie wurde von den Fotografen ausgebuht. Die «Baywatch»-Berühmtheit wartete mit der überraschendsten Hochzeit des Jahres auf. Zur Begleichung von 250 000 Dollar Pokerschulden verlangte Rick Salomon, der seit 17 Jahren ein guter Freund war, von ihr einen Kuss, und nach einigen gemeinsamen Tagen folgte die Blitzhochzeit in Las Vegas. Nur zwei Monate später reichte Pamela Anderson die Scheidung ein.

Rod Stewart und Penny Lancaster heirateten in Italien ebenfalls in kleinerem Rahmen. Prachtvoll gestalteten dagegen Liz Hurley und Arun Nayar ihre Hochzeitsfeier in Indien. Eva Longoria («Desperate Housewives») und der französische Basketball-Superstar Tony Parker gaben sich in Paris das Ja-Wort - am Schnapszahldatum 7.7.07.

(dapd)

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