«Brokeback Mountain» auf Oscar-Kurs
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«Brokeback Mountain» auf Oscar-Kurs

Der Schwulenwestern ist nun endgültig Favorit für die Oscar-Nominierungen vom Dienstag: Er gewann den prestigeträchtigen Regie-Preis.

Nachdem er vor zwei Wochen bereits vier Golden Globes gewonnen hatte, erhielt er nun auch den Preis des Verbands der US-Regisseure (DAG).

Der Regisseur von «Brokeback Mountain», Ang Lee, sagte am Samstagabend während der Preisverleihung, diese Auszeichnung bedeute ihm besonders viel, weil sie von seinen Kollegen komme.

Ebenfalls nominiert waren George Clooneys «Good Night, And Good Luck» über die Kommunistenhetze im Amerika der 50er Jahre, Steven Spielbergs «München» über das Olympia-Attentat von 1972, Bennett Millers Truman-Capote-Biografie «Capote» und das Gesellschaftsdrama «L.A. Crash» von Paul Haggis über den Schmelztiegel Los Angeles.

Die DAG-Preise gelten als zuverlässiger Indikator für die Anfang März stattfindende Oscar-Verleihung. Seit 1949 ist es nur sechs DAG- Siegern nicht geglückt, im selben Jahr auch den Oscar für die beste Regiearbeit zu bekommen.

«Brokeback Mountain» erzählt die Geschichte zweier Cowboys, die sich bei der Arbeit näher kommen, dann jedoch heiraten und sich ihr ganzes Leben nicht vergessen können. Protestantische Kirchen in den USA haben den Film scharf kritisiert, da er die Zerstörung von Familien propagiere.

Clint Eastwoord erhielt von den US-Regisseuren einen Sonder- Award für sein Lebenswerk. Unter den Preisträgern früherer Jahre sind Stanley Kubrick, Woody Allen und Alfred Hitchcock.

(sda)

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