Aktualisiert 21.01.2005 06:33

Brom-Austritt sorgte für Grossalarm

Wegen eines technischen Defektes ist am Donnerstagabend aus der Wasseraufbereitungsanlage eines Schwimmbades in Basel giftiges Brom ausgetreten.

Zwei Hausbewohner mussten mit leichten Verätzungen im Spital ambulant behandelt werden.

Messungen ergaben keine gefährlichen Konzentrationen in der Luft, wie es in einer Mitteilung des Sicherheitsdepartements heisst. Nach rund drei Stunden konnten die evakuierten Wohnungen wieder bezogen werden.

Kurz nach 19 Uhr hatten Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Peter Ochs-Strasse einen stechenden Geruch bemerkt, der aus der Wasseraufbereitungsanlage des Hallenschwimmbades drang. Sie alarmierten die Einsatzzentrale der Kantonspolizei.

Diese löste sofort die bei einem Chemie-Ereignis notwendigen Massnahmen aus: Berufsfeuerwehr, Berufssanität, die Pikettstellen des Amtes für Umwelt und Energie, der Kantonschemiker sowie der Messtrupp der Roche Feuerwehr wurden aufgeboten. Die Bewohner des Hauses wurden von der Polizei sofort evakuiert.

Ätzende Dämpfe

Wie sich herausstellte, war wegen eines technischen Defektes Brom aus der Wasseraufbereitungsanlage ausgetreten. Dabei entstanden ätzende Dämpfe. Unter Vollschutz gelang es den Feuerwehrleuten, das Austreten der Chemikalie zu stoppen und das kontaminierte Gemisch in einem Behälter zu verschliessen.

Gegen 22 Uhr konnten die Hausbewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren und die abgesperrte Strasse wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die genaue Ursache der Havarie ist Gegenstand der Ermittlungen der kriminaltechnischen Abteilung der Staatsanwaltschaft. Im Einsatz standen gegen 50 Angehörige der Blaulichtorganisationen und der weiteren Ereignisdienste.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.