Turn-EM: Bronze für Kaeslin - Sturz von Steingruber
Aktualisiert

Turn-EMBronze für Kaeslin - Sturz von Steingruber

Im Sprungfinal an der Turn-EM in Berlin gewinnt Ariella Kaeslin ihre dritte Sprungmedaille an einem Grossanlass. Giulia Steingruber verpasst einen Toprang aufgrund eines Sturzes.

von
fox
Giulia Steingruber: Versagten die Nerven der Debütantin?

Giulia Steingruber: Versagten die Nerven der Debütantin?

Ariella Kaeslin, welche diese Woche noch krank war und deshalb nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, zeigte einen sehr guten ersten Sprung mit 14,950 Punkten. Beim zweiten Versuch – dem Jurtschenko, welchen sie letztmals an der WM in Rotterdam 2010 zeigte – stand sie nur mit einem grossen Schritt, wodurch sie zu viele Punkte verlor. Immerhin reichte es aufgrund der Schwierigkeit noch für 14,000 Punkte, womit sich die 23-Jährige hauchdünn die Bronzemedaille sicherte. Auf Gold fehlten 0,200 Punkte. Dieses holte Sandra Izbasa vor Oksana Tschussowitina.

Kaeslin holt damit ihre dritte Sprungmedaille an einem Grossanlass. Sie gewann im Sprung bei den Europameisterschaften 2009 die Goldmedaille und sicherte sich im gleichen Jahr bei der WM Silber. 2010 verpasste sie in Birmingham das Sprungpodest mit Rang 5.

Arielle Kaeslins WM-Silbersprung 2009

Giulia Steingruber stürzt

Giulia Steingruber konnte ihre starken Leistungen aus der Qualifikation und im Mehrkampf nicht nochmals abrufen. Bei ihrem ersten Sprung, dem «Tschussowitina», der ihr zuvor zweimal im Mehrkampf perfekt geglückt war, stürzte sie - womit der Medaillentraum für die 17-jährige St. Gallerin bereits ausgeträumt war. Am Ende wars Rang 6. Mit ihren 15,375 Zählern aus dem Mehrkampf, hätte Steingruber im Einzelwettkampf Gold geholt.

Aliya Mustafina, die grosse Favoritin aus Russland, war wie erwartet nicht am Start. Die WM-Zweite von Rotterdam sass mit Krücken auf der Tribüne, nachdem sie am Freitag zum Auftakt des Mehrkampf-Finals bei der Landung des Amanars mit dem rechten Knie eingeknickt war und sich das Kreuzband- und das Innenband gerissen hatte.

Am Freitag erreichten die beiden Schweizerinnen die Ränge 8 und 9 im Mehrkampf. Dort überzeugte Steingruber mit dem besten Sprung im Feld noch. Schon in der Qualifikation hatte die 17-Jährige mit der Bestmarke für ein Ausrufezeichen gesorgt. Im Sprungfinal verliess sie allerdings das Glück.

Berlin (De). Einzel-EM. Gerätefinals.

Frauen. Sprung:

1. Sandra Iszbasa (Rum) 14,675 (14,700/14,650).

2. Oxana Tschussowitina (De) 14,537 (14,800/14,275).

3. Ariella Kaeslin (Sz) 14,475 (14,950/14,000).

4. Tatjana Nabjewa (Russ) 14,287 (14,500/14,075).

5. Elisabeth Seitz (De) 14,187 (14,675/13,700).

6. Giulia Steingruber (Sz) 14,000 (13,900/14,100).

7. Elena Racea (Rum) 13,725 (14,000/13,450).

8. Nastassia Maratschkouskaja (WRuss) 13,062 (13,825/12,300).

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