Universiade: Bronze für Schweizer Stabhochspringerin
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UniversiadeBronze für Schweizer Stabhochspringerin

Am zweiten Tag der Sommer-Universiade in Bangkok sorgte Stabhochspringerin Nicole Büchler für das Schweizer Glanzlicht. Mit der nationalen Rekordmarke von 4,35 m gewann die Athletin des ST Bern die Bronzemedaille.

Büchler verbesserte den gemeinsamen Schweizer Rekord von Nadine Rohr und Anna Katharina Schmid um fünf sowie ihre persönliche Bestleistung gleich um 15 Zentimeter. Zu Beginn des Finals hatte wenig auf eine zweite Schweizer Medaille nach der goldenen von 800- m-Schwimmerin Flavia Rigamonti hingedeutet. Büchler hatte bereits im Training Mühe mit ihrem Anlauf bekundet. Die Starthöhe von 3,80 Meter schaffte die 23-jährige Studentin aus Magglingen erst im dritten Anlauf, gewann danach aber stetig an Sicherheit.

«Bei 3,80 hatte ich gar kein gutes Gefühl, auch bei vier Metern noch nicht. Ab 4,15 lief es dann perfekt», sagte Büchler. Mit 4,25 Meter überbot sie ein erstes Mal ihre persönliche Bestmarke. Wenig später pulverisierte sie diese Marke im dritten und letzten Versuch mit neuem Gerät aber gleich um weitere zehn Zentimeter.

Büchler stellt Swiss Athletics zwei Tage vor WM- Selektionsschluss vor ein Luxusproblem. Mit ihr und der Junioren-EM- Dritten Anna Katharina Schmid (LV Thun) haben zwei Athletinnen die B-Limite für Osaka erfüllt. Nur eine Springerin ist allerdings startberechtigt, weil weder Schmid noch Büchler die A-Limite von 4,45 m erreicht haben. Büchler ist bei ihrer Bestleistung fünf Zentimeter höher gesprungen als Schmid.

Die junge Thunerin hat allerdings die Limite von 4,30 zwei Mal erfüllt und die vier Direktduelle in dieser Saison alle gewonnen. Am Sonntag beim Swiss Meeting in La Chaux-de-Fonds wird Schmid noch einmal in einer Stabkonkurrenz antreten. Anschliessend wird die Selektionskommission von Swiss Athletics noch gleichentags entscheiden, welche Athletin nach Osaka reist.

Den Einzug in den Final hat 400-m-Läuferin Martina Naef vom LC Opfikon geschafft. In 52,98 Sekunden stellte Naef eine Schweizer Saisonbestleistung auf.

Im Schiessen musste sich Christoph Schmid (Brunnen) mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. Nach der Qualifikation über 50 Meter mit der Pistole lag der Schwyzer mit 553 Punkten schon an vierter Stelle und wurde vom besten Finalschützen, dem Südkoreaner Dae Miung Lee (von Rang 7 auf 3), überholt. Die Medaille verpasste Schmid, der in der letzten Phase des Finals zwei Siebnerpassen schoss, um 3,6 Punkte.

Auch im Schwimmen wurde die erhoffte Medaille nicht Tatsache. Die Freistilstaffel der Männer mit Dominik Meichtry, Flori Lang, Alessandro Gaffuri und Karel Novy belegte im eng umkämpften Final über 4x100 m den sechsten Schlussrang. Die Zeit von 3:20,07 ist allerdings die zweitschnellste, je von einer Schweizer Staffel erzielte Zeit.

(si)

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