Bruce Springsteen in Bern: Bruce zeigt den Schweizern den Boss
Aktualisiert

Bruce Springsteen in BernBruce zeigt den Schweizern den Boss

Wenn alle Bosse so viel Engagement zeigen würden wie Bruce Springsteen im Berner Stade de Suisse, hätte die westliche Welt zahlreiche aktuelle Probleme wohl nicht.

Der fast 60-jährige US-Rocker begeisterte am Dienstagabend sein Publikum.

Rund 40 000 Fans waren zum Termin mit «The Boss» angereist. Bereits zum Auftakt punktete Springsteens E -Street Band - mit Lokalkolorit: Auf einem Akkordeon gab ein Mitglied der Band Teile des Volkslieds «Ds Bärner Oberland isch schön» zum Besten. Springsteen selbst startete dann mit «Badlands» aus dem Jahr 1978 in den Abend.

Fast drei Stunden lang boten der Sänger und seine Leute anschliessend ein temporeiches Konzert, das dem Titelsong der aktuellen Tournee durchaus gerecht wurde: «Working on a Dream» (etwa: An einem Traum arbeiten). Mit diesem Lied unterstützte Springsteen den US-Wahlkampf von Barack Obama im Jahr 2008.

Auch in Bern wurde deutlich, dass Springsteen nicht nur Unterhaltung für einen Abend bieten will. Er sei nicht tausende Meilen gereist, um nur zu rocken, sagte der Sänger in Bern. Er versteht seine Musik als Mittel gegen «Trauer und Verzweiflung».

An prominenter Stelle - bei den Zugaben - drückte Springsteen mit dem Lied «Hard Times Come Again No More» aus dem Jahre 1958 sein Mitgefühl mit den Opfern der Wirtschaftskrise aus. Eine alte amerikanische Tradition: Das Lied von Stephen C. Foster galt gemäss Wikipedia schon im US-Bürgerkrieg als Hymne der Entrechteten.

(sda)

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