Kriminalgericht Luzern: Bruder begann mit Misshandlung der Schwester, als sie zwei Jahre alt war

Publiziert

Kriminalgericht LuzernBruder begann mit Misshandlung der Schwester, als sie zwei Jahre alt war

Während rund sieben Jahren hatte ein Mann (25) aus dem Kanton Luzern sexualisierte Gewalt gegenüber seiner Schwester ausgeübt. Der erste Vorfall geschah, als sie erst zwei Jahre alt war.

von
Gianni Walther
1 / 2
Zu zwei Jahren und elf Monaten Freiheitsstrafe hat das Luzerner Kriminalgericht einen Mann (25) verurteilt, der seine Schwester während rund sieben Jahren misshandelt hatte. Begonnen hatten die Vorfälle, als die Schwester zwei Jahre alt war.

Zu zwei Jahren und elf Monaten Freiheitsstrafe hat das Luzerner Kriminalgericht einen Mann (25) verurteilt, der seine Schwester während rund sieben Jahren misshandelt hatte. Begonnen hatten die Vorfälle, als die Schwester zwei Jahre alt war.

Sara Formentin
Kriminalgericht Luzern

Kriminalgericht Luzern

Sara Formentin

Darum gehts

  • Während rund sieben Jahren hatte ein Mann gegenüber seiner Schwester sexualisierte Gewalt ausgeübt. Begonnen hatten die Vorfälle, als die Schwester zwei Jahre alt war.

  • Der Mann besass auch Dateien, die virtuelle Kinderpornografie, Zoophilie und Gewaltdarstellungen zeigen.

  • Das Kriminalgericht spricht den heute 25-jährigen Mann unter anderem wegen sexueller Handlungen mit einem Kind, Pornografie und Gewaltdarstellungen schuldig.

  • Er wird mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten bestraft.

Mehrfache sexuelle Handlungen mit einem Kind, mehrfache Schändung, mehrfacher versuchter Inzest: Wegen mehrerer Vergehen hat das Luzerner Kriminalgericht einen Mann (25) aus dem Kanton Luzern schuldig gesprochen. Weiter sprach das Gericht den 25-Jährigen auch wegen Pornografie und Gewaltdarstellungen schuldig.

Im Jahr 2012 hatten die Vorfälle begonnen: Betroffen von der sexualisierten Gewalt war die zwölf Jahre jüngere Schwester des Mannes. Erstmals kam es zu einem Übergriff, als die Schwester zwei Jahre alt war. Während rund sieben Jahren kam es zu Dutzenden verschiedener Fälle. So hatte der heute 25-Jährige seine Schwester mehrfach an verschiedenen Körperstellen und auch im Intimbereich berührt und an ihr «diverse beischlafsähnliche oder andere sexuelle Handlungen» vorgenommen, wie es im Urteil des Kriminalgerichts heisst.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

Seiner Schwester hatte der Bruder auch einen Ausschnitt eines Pornofilms gezeigt, als diese fünf bis sechs Jahre alt war. Weiter konsumierte der Mann auch virtuelle Kinderpornografie in Form von gezeichneten Filmen und besass auch Bild- und Videodateien, die sexuelle Handlungen mit Tieren zeigten. Auch hatte er ein Video mit exzessiven Gewaltdarstellungen besessen, in dem gezeigt wird, wie zwei Männer mit einem Messer und einer Motorsäge enthauptet werden.

Das Kriminalgericht verurteilt den 25-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten. Zudem wird eine ambulante Massnahme angeordnet und der Mann wird mit einem lebenslänglichen Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen belegt. Seiner Schwester muss er eine Genugtuung in der Höhe von 8000 Franken bezahlen und auch die Gerichtskosten von rund 28’000 Fr. muss er übernehmen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung