Arctic Monkeys: Brücke über den Atlantik
Aktualisiert

Arctic MonkeysBrücke über den Atlantik

Was sich vor zwei Jahren andeutete, ist jetzt voll­zogen: der Brückenschlag über zwei Kontinente.

von
Marlies Seifert
Die vier Sheffielder von Arctic Monkeys schaffen eine tolle Mischung aus amerikanischer und britischer Rocktradition. (spv)

Die vier Sheffielder von Arctic Monkeys schaffen eine tolle Mischung aus amerikanischer und britischer Rocktradition. (spv)

Mit ihrem letzten Album schielten die Arctic Monkeys bereits über den ­grossen Teich. Unter der Ägide von Queens-of-the-Stone-­Age-Sänger Josh Homme nahmen sie ihre Platte «Humbug» auf und bewegten sich mit dem düsteren Werk auf den Spuren des Stonerrock-Helden.

Auf ihrem vierten Studio­album «Suck It and See» schaffen es die vier Sheffielder nun, die raue Energie der letzten Platte mit der Melodieverliebtheit und Leichtigkeit früherer Tage zu verbinden: Es ist die clevere Mischung aus ameri­kanischer und britischer Rocktradition.

So klingt denn die erste Sing­le mit dem sinnigen Titel «Don't Sit Down Cause I've Moved Your Chair» auch so, als käme sie direkt aus dem 90er-Grunge-Untergrund in Seattle statt aus dem hippen London. Gleichzeitig findet sich auf dem neusten Wurf des Quartetts aber auch ein Pop-Song wie «Piledriver Waltz», in dem Frontmann Alex Turner Balladenkönig Roy Orbison in bester Sixties-Manier nacheifert. Abgerundet wird das Ganze von einer angenehmen Sommerstimmung, die von der kalifornischen Sonne herrühren dürfte, unter der die neue Platte aufgenommen wurde. Der neue Slogan für die Arctic Monkeys deshalb: das Beste von beiden Seiten des Atlantiks.

Arctic Monkeys, «Suck It and See», Domino Records/Musikvertrieb.

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