Aktualisiert 01.10.2006 14:30

Brückeneinsturz: Fünf Tote in Kanada

Beim Einsturz einer Strassenüberführung bei Montreal sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Todesopfer wurden in zwei Fahrzeugen gefunden, die unter den Betontrümmern begraben wurden.

Bei dem Unglück am Samstag wurden ausserdem mindestens sechs Menschen verletzt, zwei von ihnen befanden sich nach Angaben von Rettungskräften in kritischem Zustand.

Polizeisprecherin Isabelle Gendron sagte, in einem Wagen seien drei Leichen gefunden worden, in einem weiteren Auto zwei. Möglicherweise gebe es noch mehr Todesopfer. Fernsehbilder zeigten, dass ein Teil der dreispurigen Autobahnbrücke auf eine darunter liegende sechsspurige Strasse stürzte. Drei eingeklemmte Fahrzeuge waren neben Betonbrocken und herausgebrochenen Stahlträgern zu sehen, ebenso ein Motorrad.

Laut Polizei stürzten drei Spuren der Überführung und ein Fussgängerweg auf den Highway 19 in Laval. Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 13.00 Uhr Ortszeit hätten sich vier Fahrzeuge - zwei PKW, ein Motorrad und ein Minivan - auf der Überführung befunden. Mit zwei grossen Kränen versuchten die Rettungskräfte die Brückenteile beiseite zu räumen.

Eine Augenzeugin sagte dem Fernsehsender TVA, die Strasse sei wenige Minuten vor dem Einsturz um mehrere Zentimeter abgesunken. Eine andere Frau berichtete, sie habe gerade auf den Highway auffahren wollen, «als plötzlich alles wie ein Kartenhaus zusammenbrach». Drei oder vier vor ihr fahrende Autos seien direkt in den Abgrund gestürzt.

Bei einem ähnlichen Unfall ebenfalls in Laval kam 2000 ein Mensch ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Die Stadt liegt in einem Flussdelta und ist über Autobahnstrassen mit Montréal verbunden. (dapd)

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