Thun: Brückenspringer und Surfer leben gefährlich
Aktualisiert

ThunBrückenspringer und Surfer leben gefährlich

Die Badesaison ist eröffnet. Einigen Risikofreaks reichen die Badis nicht aus – sie suchen den Kick beim Brückenspringen und Flusssurfen. Das kann tödlich enden.

von
Nora Camenisch

Sommerliche Temperaturen bringen die Berner ins Schwitzen. Da ist ein Sprung ins kühle Nass eine willkommene Abkühlung. Doch einige wagemutigen Thuner haben einen neuen Kick gefunden: Sie springen von hohen Brücken in die Aare. Ein nicht ganz ungefährlicher Spass, warnen Experten. «Von einer Brücke zu springen kann lebensgefährlich sein», betont Martin Schaller von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft. Die Aare sei ein fliessendes Gewässer, in dem der Wasserstand variiere.

Doch der Brückensprung ist nicht der einzige Kick für Thuner Teens: Im Trend liegt auch das Wakeboarden auf dem Fluss. Dazu bringen die Jugendlichen ein Seil an der Schleuse an. «Hier könnte der Nachahmereffekt gross sein, und das wird dann kritisch», befürchtet Schaller. Denn bei den Schleusen entstehen Wirbel, die Schwimmer in den Tod reissen können. «Dort sind schon Leute gestorben», weiss Schaller. Auch bei der Stadt ist man von den todesmutigen Wassersportlern nicht begeistert. «Wenn man gewisse Regeln nicht einhält, ist das sehr gefährlich», sagt Erwin Rohrbach.

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