Aktualisiert 28.02.2012 21:49

Damien Brunner

Brunner wäre lieber Meister statt Topskorer

Gratulationen hier, Gratulationen da: Damien Brunner war der gefeierte Star an der Ehrung der Postfinance-Topskorer. Doch der EVZ-Stürmer denkt nur an die Playoffs.

von
Peter Berger
Damien Brunner bei der Ehrung der Postfinance-Topskorer. (Bild: Keystone)

Damien Brunner bei der Ehrung der Postfinance-Topskorer. (Bild: Keystone)

20 Minuten: Damien Brunner, 24 Tore und 36 Assists bedeuten Ihre erfolgreichste Ausbeute.

Damien Brunner: Ja, aber die Mitspieler erwiesen mir grosse Dienste. Diese Saison änderte die Zusammensetzung neben mir oft, trotzdem harmonierten wir immer. Deshalb gebührt auch ihnen Dank.

Welchen Anteil hat der Trainer?

Einen wesentlichen. Doug Shedden schenkte mir nicht nur das Vertrauen, er puschte mich auch stets.

Wann realisierten Sie erstmals, dass Sie der beste Skorer der Saison werden könnten?

Schon früh. Bereits als ich am fünften Spieltag erstmals zuoberst stand, wurde ich darauf angesprochen. Danach habe ich die Position auch nicht mehr abgegeben.

Sie sind der erste Schweizer Liga-Topskorer seit 30 Jahren und dem Aroser Guido Lindemann.

Nun, es ist eine Einzelauszeichnung in einer Mannschaftssportart. Mein höchstes Ziel bleibt deshalb der Meistertitel mit dem EVZ. Aber natürlich bin ich schon sehr stolz, Liga-Topskorer zu sein, zumal es lange dauerte, bis es wieder ein Schweizer geschafft hat.

Für den EVZ-Nachwuchs erspielten Sie 12 000 Franken.

Dass der Nachwuchs noch einen schönen Check erhält, ist umso positiver.

Sie werden mit Gratulationen überhäuft, welches war das schönste Kompliment?

Der Moment, als mir Guido Lindemann persönlich gratulierte und mir eine Flasche Wein schenkte, war schon sehr schön und speziell. Ich kenne ihn schon lange und schätze ihn sehr. Deshalb haben mir seine Worte viel bedeutet.

Und wie schmeckte der Wein?

Den trinke ich erst nach der Saison.

Sie wechseln im Sommer nach Nordamerika.

Ja, ich will es dort versuchen. Ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich mir diesen Schritt zutraue. Wo ich jedoch spielen werde, weiss ich noch nicht. Vorerst zählen nur die Playoffs mit Zug.

Da wartet der EHC Biel. Was denken Sie von der Serie gegen die Seeländer?

Es gibt einen Grund, warum wir Erste und sie Achte geworden sind. Aber es wird sicher ein Krampf. Wir müssen versuchen, ihr Defensivkonzept zu durchbrechen und vor allem Goalie Reto Berra zu überwinden. Aber wenn wir unser Hockey spielen, sollten wir uns durchsetzen.

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