Aktualisiert 04.07.2012 09:22

Dickes Portemonnaie

Brunner wird kein NHL-Millionär

Der Ex-Zuger Damien Brunner (26) verdient in der NHL weniger als eine Million netto. Aber wenn er in Detroit nicht spielen kann, darf er sofort in die Heimat zurückkehren.

von
Klaus Zaugg

Im Gesamtarbeitsvertrag zwischen der Liga (NHL) und der Spielergewerkschaft (NHLPA) – ein Werk mit mehreren hundert Seiten - sind die Maximallöhne der Einsteiger festgelegt. Eine Lohntreiberei ist nicht möglich. So hat Damien Brunner in Detroit für nächste Saison einen Einjahres-Zweiwegvertrag mit den maximal zulässigen Bezügen für einen Neueinsteiger unterschrieben.

Sein Lohn in der NHL beträgt exakt 832 500 Dollar plus ein Handgeld bei Vertragsunterzeichnung («Signing Bonus») von 92 500 Dollar – ergibt ein Basissalär von 925 000 Dollar. Nur noch 70 000 Dollar kassiert er bei Einsätzen im Farmteam. Die 92 500 Dollar «Signing Bonus» erhält er unabhängig davon ob er in der NHL oder in der AHL eingesetzt wird oder nach Zug zurückkehrt. Ein Einsatz in der AHL ist nur eine theoretische Option: Brunner hat für den Fall, dass er bei Detroit in der NHL nicht zum Zuge kommt bzw. keine Aussichten auf Einsätze in der NHL bestehen, alles geregelt: Er darf direkt zu Zug zurückkehren. Die Konditionen für die vorzeitige Rückkehr sind auch bereits mit Zug vertraglich geregelt.

Kompliziertes Steuersystem

Brunners NHL-Salär ist brutto und unterliegt einer komplizierten Besteuerung: Ein NHL Spieler bezahlt seine Steuern aufgeschlüsselt nach den Spielorten. Seine Steuerdeklaration ist also ein Puzzle aus den Steueransätzen von insgesamt 29 verschiedenen Städten/Provinzen in den USA und in Kanada. Weil Detroit in der Western Conference spielt, sind die Steuern etwas niedriger als bei einem Ostküstenteam, aber in der Regel zwischen 35 und 50 Prozent und damit erheblich höher als in Zug.

Welcher Schweizer NHL-Spieler in der nächsten Saison wieviel verdient, sehen Sie in der Bildstrecke oben.

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