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«Giulias Verschwinden»Bruno Ganz als alter Charmeur

An ihrem 50. Geburtstag verguckt sich Giulia
in einen Fremden namens John.

Just an ihrem Fünfzigsten muss es Giulia (Corinna Harfouch) am eigenen Leib erfahren: Alter macht unsichtbar. Aus Frust geht sie einkaufen und trifft dabei einen Fremden (Bruno Ganz), mit dem sie den Abend lieber verbringt als mit ihrer Geburtstagsgesellschaft. Diese wartet, frisch aufgebrezelt, wohlriechend und die Zeichen des Alters weggeschminkt, im Restaurant auf Giulia und sinniert angeregt über zunehmende Jahresringe. Parallel dazu gibt es eine Teenager-Shoppingstory sowie eine persönliche Rebellion im Altersheim.

«Giulias Verschwinden» ist dem verstorbenen Schweizer Regisseur Daniel Schmid gewidmet. Und in seinem Sinne inszenierte Christoph Schaub das Drehbuch von Martin ­Suter. Herausgekommen ist eine pointierte Auseinandersetzung mit dem ­Älterwerden. Schauspielerisches Glanzlicht ist Bruno Ganz als charmanter Seniorencasanova, der Frauen ­unter und über 50 locker in seinen Bann zu ziehen vermag.

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