«Breakout»: Brutal: Krieg unter Hip-Hoppern
Aktualisiert

«Breakout»Brutal: Krieg unter Hip-Hoppern

Jugendgewalt ist omnipräsent, die Täter sind oft Hip-Hopper: So weit das (Medien-)Klischee.

Und weil Brutalo-Kids und fette Beats auch tolle Zutaten für eine fiktive Story sind, liess eine filmische Abhandlung des Themas nicht lange auf sich warten.

Hauptfigur von «Breakout» ist Nia, Mitglied einer halbkriminellen Hip-Hop-Gang, die sich im Zürcher Aussenquartier Schwamendingen die Zeit mit Drogenkonsum und Angebereien vertreibt. Weil Nias Kumpel Pulpo in der Disco-Toilette die rassige Foxy vernascht, kriegen es die beiden mit deren Ex-Freund Spirit (gespielt von Real-Life-Rapper Stress) zu tun. Als Pulpo mit gebrochenem Rücken auf der Strecke bleibt, wandert Nia, der der Hip-Hopper-Ehre wegen nicht mit der Polizei kooperiert, in die Arbeitserziehungsanstalt. Dort plant er den Ausbruch, um sich höchstpersönlich an Spirit zu rächen.

Bereits die Namen der Protagonisten verraten einiges über den Film: Um Street Credibility bemüht, eifert der Film dem Vorbild «8 Mile» nach, ohne freilich an dessen Sprachgewalt und musikalische Authentizität heranzukommen. Schwamendingen ist halt nicht Los Angeles. Handkehrum überzeugt «Breakout» mit gelungenen Tanzeinlagen und einem frech aufspielenden Hauptdarsteller (Nils Althaus). Die DVD-Features hingegen sind wieder Durchschnitt: Ausser Making-of, Teasers und Trailers ist den Produzenten nichts eingefallen.

Philippe Zweifel

«Breakout» mit Nils Althaus, Melanie Winiger, Roeland Wiesnekker, Regie: Mike Eschmann.

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