Aktualisiert 27.10.2009 12:42

Gewalt im FussballBrutale Attacke gegen Schiri - Spieler verurteilt

Ein tätlicher Angriff gegen einen Schiedsrichter kommt einen Spieler des FC Münchenstein teuer zu stehen: Das Bezirksstatthalteramt Laufen verurteilte den 3.-Liga-Fussballer zu einer Busse von 1200 Franken. Sein Verein wurde in die 4. Liga zwangsrelegiert.

Der 33-jährige Schweizer wurde für einen Vorfall vom 4. April in Münchenstein bestraft, teilte das Bezirksstatthalteramt Laufen BL am Dienstag mit. Der folgenschwere Zwischenfall hatte mit einer harmlosen Szene begonnen: Der junge Schiedsrichter hatte in der 83. Minute der 3.-Liga-Partie zwischen dem FC Münchenstein und dem FC Ettingen ein Foul gepfiffen. Der kurz zuvor eingewechselte 33-jährige Spieler reklamierte, woraufhin der Schiedsrichter ihm die gelbe Karte zeigte. Der Spieler tickte danach vollkommen aus.

«Er hat dem Schiedsrichter einen Faustschlag ins Gesicht versetzt», erzählte ein Trainer von Ettingen nach der Partie. Als der Unparteiische bewusstlos zu Boden fiel, trat der Münchensteiner-Spieler mit seinem Fuss «mehrere Male auf den Unterkörper» des Schiris ein. Erst als seine Spieler eingriffen und den Spieler wegzerrten, liess dieser von seinem Opfer ab.

Der bewusstlose Spielleiter wurde in die Kabine gebracht und musste ins Spital. Er hatte eine Gehirnerschütterung und Prellungen erlitten und erstattete darauf Strafanzeige. Das Bezirksstatthalteramt Laufen verurteilte nun den nicht vorbestraften Spieler zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen sowie zu einer Busse von CHF 1200.

Verein wurde zwangsrelegiert

Für den Verurteilten hat seine brutale Attacke nicht nur strafrechtliche, sondern auch sportliche Konsequenzen: Die Kontroll- und Strafkommission des Schweizerischen Fussballverbands verhängte gegen ihn eine Sperre von drei Jahren.

Folgen hatte der Angriff auch für den FC Münchenstein: Er wurde nach dem Vorfall vom Nordwestschweizer Fussballverband aus der laufenden Meisterschaft ausgeschlossen und in die 4. Liga zurückversetzt. Zudem musste der Club eine Busse von 1000 Franken bezahlen. (sda)

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