Jamaika erschüttert : Brutale Morde an kleinen Kindern
Aktualisiert

Jamaika erschüttert Brutale Morde an kleinen Kindern

Die UNO zeigt sich besorgt über die steigende Anzahl Tötungsdelikte in Jamaika. Alleine im letzten Jahr wurden 40 Kinder ermordet.

von
aeg
Kinder in Jamaika leben laut der UNO gefährlich.

Kinder in Jamaika leben laut der UNO gefährlich.

Nach brutalen Morden an mehreren kleinen Kindern auf Jamaika hat sich das UN-Kinderhilfswerk Unicef tief besorgt gezeigt. Zuletzt war auf der Insel unter anderem ein vierjähriges Mädchen geköpft worden - möglicherweise von der Ex-Freundin seines Vaters. Unicef-Vertreter Robert Fuderich erklärte am Mittwoch, die jüngsten Fälle seien eine tragische Erinnerung an die Gewalt, die im Alltag gegen Kinder ausgeübt werde.

Laut Unicef wurden im vergangenen Jahr 40 Kinder auf Jamaika umgebracht, einer Insel mit 2,6 Millionen Einwohnern. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres seien bereits 16 Kinder getötet worden.

Zuletzt hatte die Tötung zweier Männer in der Stadt Spanish Town für Aufsehen gesorgt, die offenbar für die Ermordung eines achtjährigen Mädchens in Selbstjustiz zur Rechenschaft gezogen wurden. Die Leiche eines weiteren Mädchens wurde in einer Latrine in der Nähe gefunden.

Feuer auf Familie eröffnet

Einige Monate zuvor hatte die Tötung eines achtjährigen Mädchens aus Grossbritannien Schlagzeilen gemacht. Das Kind war zu Verwandtenbesuch auf Jamaika. Ein Schütze eröffnete das Feuer auf die Familie an einen Verkaufsstand am Strassenrand.

Missbrauch und Vernachlässigung sind auf Jamaika ebenfalls häufig. Im vergangenen Jahr erhielten die Behörden deswegen 8741 Anzeigen, nach 7826 im Jahr davor. (aeg/sda)

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