17 Waisenkinder: Brutaler Mord an Wohltäter-Ehepaar
Aktualisiert

17 WaisenkinderBrutaler Mord an Wohltäter-Ehepaar

Byrd und Melanie Billings wurden vor einer Woche in ihrem Haus in Beulah, US-Bundesstaat Florida, «mit militärischer Präzision» hingerichtet. Die 17 Kinder des Paares blieben unverletzt. Nun sind die Mörder dank einer Überwachungskamera überführt worden.

von
kle

Am 9. Juli stieg ein vermummter, bewaffneter Mann durch die Vordertür in das Haus der Familie Billings in Beulah, in der Nähe von Pensacola. Gleichzeitig kamen zwei weitere, als Ninjas verkleidete Männer, durch die Hintertür.

«Mit militärischer Präzision», wie David Morgan, Sheriff von Escambia County, den Medien erklärte, seien die Killer vorgegangen. In einer «sehr gut vorbereiteten und methodischen Operation», seien sie ins Schlafzimmer der 43-jährigen Melanie und des 68-jährigen «Budd» Billings gegangen und hätten sie «mit zahlreichen Schüssen regelrecht hingerichtet». Die neun von den 13 adoptieren Kindern des Paares die im Haus schliefen, blieben unversehrt. Die anderen sechs waren an jenem Abend woanders untergebracht worden. Die vier erwachsenen Kinder aus früheren Ehen waren ebenfalls nicht zugegen.

Die Betroffenheit ist gross

Am Sonntag verhaftete die Polizei Leonard Patrick Gonzalez Sr. und seinen Sohn Leonard Patrick Gonzalez Jr. sowie Wayne Coldiron. Überführt wurden die Täter dank den Überwachungskameras, die Byrd Billings rund ums Haus installiert hatte – auch um die behinderten Adoptivkinder überwachen zu können.

Die Bilder zeigten einen roten Van, der in der Mordnacht vor dem Haus parkiert war. Wenige Tage später konnte die Polizei dank Hinweisen aus der Nachbarschaft, den Lieferwagen sicherstellen – sie verhafteten Gonzalez und seine Komplizen, als sie versuchten, den Wagen neu zu lackieren.

Unter den Angehörigen und Freunden der Familie herrscht blankes Entsetzen: Die Billings gelten als echte Wohltäter in ihrer Gemeinde. Seit 18 Jahren verheiratet, brachten sie je zwei eigene Kinder mit in die Ehe und adoptierten im Laufe der Zeit 13 weitere, darunter sechs Kinder mit Down-Syndrom - die zum Teil aus Familien kamen, in denen sie physisch und sexuell missbraucht worden waren. «Er war ein wirklich netter Kerl», sagt ein Mitarbeiter, «mit ihm war prima auszukommen.» «Ich kann einfach nicht glauben, dass es Leute auf der Welt gibt, die zu dieser Art von Hass fähig sind», sagte die älteste Tochter des Paares, «es ist unvorstellbar.» Man mache sich allerdings «grosse Sorgen um die Zukunft der Kinder». Diese sind inzwischen an einem geheimen Ort untergebracht worden.

Deine Meinung