Profi-Boxer Félix Verdejo soll schwangere Geliebte getötet haben
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Félix Verdejo war bei OlympiaBrutaler Mordverdacht – Profi-Boxer soll schwangere Geliebte getötet haben

Laut FBI hat er sie nach einem Schwangerschaftstest getötet und auf seine Karriere und Familie verwiesen. Hunderte fordern Gerechtigkeit für das Opfer und andere getötete Frauen.

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Bild aus vergangenen Tagen: Félix Verdejo präsentiert seine Muskeln. 

Bild aus vergangenen Tagen: Félix Verdejo präsentiert seine Muskeln.

AFP
Er war 2012 an den Olympischen Spielen in London. 

Er war 2012 an den Olympischen Spielen in London.

REUTERS
Zurzeit sitzt er in diesem Gefängnis.

Zurzeit sitzt er in diesem Gefängnis.

AFP

Darum gehts

  • Felix Verdejo ist ein Boxer aus Puerto Rico.

  • Er vertrat sein Land 2012 an den Olympischen Spielen.

  • Nun wird er beschuldigt, seine Geliebte getötet zu haben.

Der puerto-ricanische Boxer Félix Verdejo muss nach dem Tod seiner Geliebten in Untersuchungshaft bleiben. Das entschied eine Richterin am Montag. Er wird wegen des Todes der 27-jährigen schwangeren Keishla R. beschuldigt, deren Leiche in einer Lagune entdeckt wurde. Während der virtuellen Gerichtsanhörung am Montag äusserte er sich nicht. Die mutmassliche Tat könne mit der Todesstrafe geahndet werden, sagte die Richterin Camille Vélez.

Das FBI beschuldigte Verdejo in einer Strafanzeige, Keishla R. ins Gesicht geschlagen zu haben und ihr mit einer Spritze eine unbekannte Substanz injiziert zu haben. Dann habe er ihre Arme und Beine mit Draht zusammengebunden, einen schweren Block an ihr befestigt und sie am Donnerstagmorgen von einer Brücke geworfen, hiess es in der Anzeige. Anschliessend habe er auf ihre Leiche geschossen. Ein Zeuge habe ihm geholfen, Keishla R. zu entführen und zu töten.

Opfer war schwanger

Die Leiche war am Samstag in einer Lagune in der Nähe von San Juan gefunden worden. Am Donnerstag war Keishla R. als vermisst gemeldet worden. Am Sonntag wurde sie mithilfe zahnärztlicher Informationen identifiziert.

Die Familie von Keishla R. teilte mit, sie sei von Verdejo schwanger gewesen. Ihre Mutter Keila Ortiz sagte, ihre Tochter habe sie am Donnerstag angerufen, bevor sie verschwunden sei, und habe ihr gesagt, dass Verdejo zu ihrem Haus komme, um das Ergebnis eines Schwangerschaftstests zu sehen. «Ich sagte ihr, ‹sei vorsichtig›, denn er hatte sie bereits bedroht», berichtete Ortiz. Verdejo habe ihrer Tochter gesagt, sie solle das Baby nicht bekommen, und auf seine Karriere und Familie verwiesen.

Er war 2012 an Olympia

Verdejo ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Er kannte Keishla R. aus Schulzeiten, wie ihre Familie berichtete. Er hatte Puerto Rico 2012 bei den Olympischen Spielen vertreten und war im gleichen Jahr ein professioneller Boxer geworden.

Der Vorfall hat viele Menschen in Puerto Rico empört. In dem Karibikterritorium war eine Frau kürzlich mit tödlichen Verbrennungen gefunden worden, nachdem sie eine Strafanzeige wegen häuslicher Gewalt gestellt hatte, die von einem Gericht abgewiesen wurde.

Hunderte Menschen versammelten sich am Sonntag auf einer Brücke, die über die Lagune führt, in der die Leiche von Keishla R. gefunden worden war, um Gerechtigkeit für sie und andere getötete Frauen zu fordern. Manche warfen Blumen ins Wasser.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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(dpa/erh)

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