Aktualisiert 05.03.2008 22:20

Brutalo-Games heiss diskutiert

In der Schweiz ist derzeit nicht klar, ob Games mit gewalttätigen Inhalten illegal sind. Der Berner Grossrat Roland Näf (SP) will dies herausfinden und hat dafür den Media-Markt Muri angezeigt, der Killerspiele vertreibt.

Unabhängig vom Urteil fordert Näf, dass Spiele, in denen Gewalt belohnt wird, für alle verboten werden. Der Kanton will sich aber nicht für ein Verbot einsetzen, weil für die Umsetzung die Leute fehlen. Auch viele Berner finden ein Verbot unnötig.

Soll der Verkauf von Killer-Games verboten werden?

Mario Klopfenstein (22), Bern

Ich finde es gut, wenn sich die Politik um solche Themen kümmert. Gewalt und Waffen, egal ob virtuell oder real, gehören verboten. Für psychisch instabile Gamer könnten die Spiele sicher gefährlich werden.

Daniel Gloor (27), Zäziwil

Ich selbst spiele sehr gerne solche Games und bin trotzdem immer noch ein absolut friedliebender Mensch, der Gewalt ablehnt. Für Kinder braucht es aber einen guten Schutz, da sie Realität und Fiktion eventuell vermischen.

Sabine Spring (35), Bern

Jeder muss selbst wissen, ob er am Computer brutale Games spielen will oder nicht. Wichtig ist aber auf jeden Fall ein guter Jugendschutz. Verantwortung übernehmen sollten hier vor allem die Verkäufer und die Eltern.

Kurt Wyssmann (39), Bern

Die Verantwortung soll jeder für sich selbst und Eltern für ihre Kinder übernehmen. Ich denke, dass eine kritische Prüfung der Games der nächsten Elterngeneration leichter fallen wird, da sie sich besser damit auskennt.

Laura Stoller (16), Hinterkappelen

Selbst spiele ich keine Gewalt-Games. Ich glaube aber, dass ein psychisch stabiler Mensch nicht durch ein PC-Spiel gewalttätig wird. Eine Stelle, die die Spiele prüft, bevor sie in die Läden kommen, fände ich trotzdem gut.

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