Aktualisiert 02.02.2011 18:59

Star Style

Bryce ist heiss

Bryce Dallas Howard ist ohne TV aufgewachsen – sie wollte trotzdem schon immer vor die Kamera.

von
Catharina Steiner
Vampirin ja, Vamp nein: Mami Howard, 29 und bescheiden.

Vampirin ja, Vamp nein: Mami Howard, 29 und bescheiden.

Bryce Dallas Howard hat einen tollen Namen. Nicht nur weil er gut klingt, sondern weil er so viel über die Schauspielerin erzählt. Bryce ist schottisch und steht für ihre Wurzeln. Dallas ist die Stadt, in der sie gezeugt wurde. Und Howard ist der Nachname ihres Vaters Ron, eines der erfolgreichsten Regisseure Hollywoods. Er hat «Apollo 13» und «The Da Vinci Code» gedreht. Und für «A Beautiful Mind» den Oscar bekommen.

«Bevor ich mit 23 nach L. A. zog, war mir gar nicht bewusst, wie berühmt mein Vater ist», sagt die 29-Jährige. Sie wuchs mit ihren drei jüngeren Geschwistern in Connecticut auf, weit weg von roten Teppichen – das war ihren Eltern wichtig. Fernsehen gabs auch keins. Trotzdem war für Bryce die Filmwelt alltäglich: Ihr Vater nahm sie auf die Sets mit, und ihre Grosseltern Rance und Jean, ihr Onkel Clint sowie Mutter Cheryl sind alle Schauspieler. Kein Wunder, wollte die kleine Bryce auch vor die Kamera. «Ich habe bei meinen Eltern gebettelt, weil ich nichts anderes kannte. Sie sagten, erst müsse ich erwachsen werden.»

Natalie Portmans Freundin

Mit 15 durfte sie ins Schauspielcamp, wo sie Natalie Portman kennen lernte. Die beiden sind noch heute beste Freundinnen. Danach studierte Bryce Schaupielerei in New York und spielte am Broadway. Als der Regisseur M. Night Shyamalan («The Sixth Sense») sie 2004 auf der Bühne sah, bot er ihr gleich die Hauptrolle im Mystery-Drama «The Village» an. Sie musste nicht einmal vorsprechen.

Daddys Hilfe braucht sie nicht. Aus­ser als Statistin hat sie noch nie in einem Film von ihm mitgespielt. Sie kennt es auch, zweite Wahl zu sein. Mehrmals sprang sie für Kolleginnen ein, die ihre Rollen ablehnten: Nicole Kidman, Claire Danes und zuletzt Rachelle Lefèvre in «Twilight Saga: Eclipse». Mit dem Part der Vampirin Victoria ging für sie ein Traum in Erfüllung. «Für mich als ‹Twi­light›-Fan war das surreal. Ich hatte im Internet alles verschlungen, was mit den Büchern und später den Filmen zu tun hatte. Und plötzlich war ich selbst drin.» Team Edward oder Team Jacob? «Erst Edward, dann Jacob. Ich habe gewechselt», sagt sie lachend.

Auch ihr neuer Film «Hereafter» handelt von Toten, die den Lebenden nahekommen, doch auf eine völlig andere Art. Bryce spielt eine Frau, die ihre seelischen Wunden unter einer fröhlichen Maske verbirgt. Eine extrem schwierige Rolle – doch Regisseur Clint Eastwood hat sie ihr zugetraut. «Am Set haben wir ihn alle nur Boss genannt. Dabei ist er gar nicht herrisch oder so. Einfach eine grosse Autoritätsfigur», erzählt sie über die Zusammenarbeit mit dem 80-­Jäh­rigen.

Ungewollt schwanger

Ihrem Mann, dem Schauspieler Seth Gabel, begegnete Bryce mit 19 an der Uni. «An diesem Tag schrieb ich in mein Tagebuch, dass ich meinen künftigen Ehemann getroffen habe.» Den Ring trägt sie an einer Kette, nah an ihrem Herzen. «Eigentlich wollten wir mit der Familiengründung bis zu den Dreissigern warten», sagt sie. «Aber sieben Tage nach der Hochzeit merkte ich, dass ich schwanger war. Das hat alles verändert. Und war das Beste, was uns passieren konnte.» Während der Schwangerschaft drehte sie kurz durch: «Ich dachte, meine Familie braucht einen Palast. Das waren wohl die Hormone.» Dann drang ihre bodenständige Erziehung durch: «Das grosse Haus war lächerlich. Wir wohnen jetzt wieder in einer Dreizimmerwohnung.»

Das Leben danach

Matt Damon spricht mit den Toten – und flirtet mit Bryce Dallas Ho­ward. In Clint Eastwoods zurückhaltend inszeniertem Episodenfilm geht es um Verlust, Trauer und das Leben danach. Taschentuch-Alarm! Zum Glück gibts ein Happy End für die Liebe.

«Hereafter», jetzt im Kino

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