«Sie nervt und miaut»: Bub droht auf Tutti.ch, Katze zu töten
Aktualisiert

«Sie nervt und miaut»Bub droht auf Tutti.ch, Katze zu töten

Auf dem Kleinanzeigenportal kündigte ein Inserent an, seine Katze zu töten, wenn er sie nicht loswerde. Tierschützer wurden sofort aktiv.

von
20M/bz
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«Ein Geschenk für den Ersten, der sich meldet. Sie nervte mich schon zu sehr», schrieb Chris C.* aus dem Tessin auf dem Kleinanzeigenportal Tutti.ch am Mittwochmorgen. Auch drohte er, die Katze zu töten, melde sich niemand.

«Ein Geschenk für den Ersten, der sich meldet. Sie nervte mich schon zu sehr», schrieb Chris C.* aus dem Tessin auf dem Kleinanzeigenportal Tutti.ch am Mittwochmorgen. Auch drohte er, die Katze zu töten, melde sich niemand.

Screenshot/Facebook
Laut dem Inserenten miaue die Katze ...

Laut dem Inserenten miaue die Katze ...

Life in Technicolor
... und mache alles kaputt.

... und mache alles kaputt.

Isumi

Das schockierende Inserat stammt von einem gewissen Chris C.* aus dem Tessin: «Ein Geschenk für den Ersten, der sich meldet. Sie nervte mich schon zu sehr, miaut und macht alles kaputt. Ansonsten töte ich sie», schrieb dieser am Mittwochmorgen auf dem Kleinanzeigenportal Tutti.ch, das wie 20 Minuten zu Tamedia gehört.

Das Inserat wurde bereits nach kurzer Zeit wieder entfernt. Tierschützern war das Drohangebot nicht entgangen. Der Tierschutzverein Angels4Animals verbreitete seine Besorgnis sofort in den sozialen Medien.

Man hoffe, dass die Anzeige nur ein Gefühlsausbruch oder eine Übertreibung gewesen sei, schrieben die Tierschützer. Auch bat der Verein den Inserenten um eine Kontaktaufnahme. «Wir werden uns um die Katze kümmern!», versicherte Angels4Animals.

Junge habe einen «Streich» gespielt

Kurze Zeit später kontaktierte der Verein AnimalLife Ticino die Tierschützer. Dieser machte darauf aufmerksam, dass es sich beim Inserenten um einen Jungen handelte. «Es hat sich alles geklärt. Wir haben die Mutter dieses Jungen angerufen. Er hat ihr einen ‹Streich› gespielt und sie wusste nichts davon.»

Laut AnimalLife Ticino entschuldigte sich die Mutter tausendfach und habe sich geschämt. Um sicherzugehen, dass es dem Büsi gut geht, will sich der Verein noch beim Tierarzt der Katze erkundigen. Die vorbereitete Anzeige für die Staatsanwaltschaft zieht AnimalLife Ticino aber zurück.

Rund 3000 Katzen werden zurzeit auf Tutti.ch angeboten. Das Inserat sei am Mittwochmorgen akzeptiert worden, da der Nutzer in der Vergangenheit nicht negativ aufgefallen sei, sagt Nunzio Mannino, Leiter Kundendienst. «Aufgrund von Meldungen unserer Nutzer entfernten wir das Inserat bereits nach einer Viertelstunde.»

*Name der Redaktion bekannt

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